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Jacopo Sannazaro: Arcadia

 

Jacopo Sannazaro: Arcadia. Venedig: Aldus Manutius, 1514

 

Jacopo Sannazaro: Arcadia. Venedig: Aldus Manutius, 1514

 

Jacopo Sannazaro:

ARCADIA | DEL SANNAZARO
Kolophon fol. 89r: Impresso in Vinegia nelle case | D’Aldo Romano nel’anno | MDXIIII | nel mese di | Settembre.

Venedig: Aldus Manutius, 1514.

Octavo. 146 x 84 mm. 89, [1] Blätter. – Lagenkollation: A-K8, L10. Auf Titel und Kolophon Signet n° 3.
Inhalt: fol. A1r: Titel — fol. A1v: Aldus Manutius: Epistula Actio Syncero Sannazaro — fol. 2r: Iacopo Sannazaro: Arcadia — fol. 89r: Lagenverzeichnis, Kolophon — fol. 89v: Errori — fol. L10r: weiß — fol. L10v: Signet.

Pergament des 17. Jh. mit handgestochenen Kapitalen, Schnitt dunkelblau gesprenkelt.

Jacopo Sannazaro (1457 – 1530) war Poet am Hofe König Ferdinands von Neapel und Mitglied der dortigen Akademie, die von Pontano geleitet wurde, der ihm auch den Namen „Actius Syncerus“ gab. Durch seine Arcadia wurde er nicht allein in Italien, sondern in ganz Europa berühmt. Im Wechsel zwischen Prosa und Verseklogen erinnert der Roman an Boccaccios „Ameto“. In der stilisierenden Nachahmung griechisch-lateinischer Bukolik wird jedoch der Geschmack der Humanisten so genau getroffen, daß die „Arcadia“ zwei Jahrhunderte lang als unübertroffenes Muster dieser Gattung galt. Es ist jene elegische Stimmung, eine von den Liebesseufzern der Hirten erfüllte Landschaft, die für die arkadische Idyllik so charakteristisch wird. Korrigierte Teilauflage, ohne die sieben Verse, die fälschlicherweise auf Blatt A2v abgedruckt wurden.

Vorderdeckel etwas fleckig, kleine Kratzspur. Titelblatt fleckig und leicht gebräunt, mit Überklebung im weißen Rand, restaurierte minimale Randläsuren. Innen etwas wasserrandig. Einige Marginalien v. a. H., teils etwas beschnitten. Provenienz: Leo S. Olschki mit seinem gedruckten Exlibris auf dem vorderen Spiegel oben.

17th century vellum. Binding slighty stained; title stained and repaired; else slightly waterstained, some marginal annotations. From the library of Leo S. Olschki with his ex-libris.

Renouard 68,7 – Adams S318 – Proctor 12841 – Panzer VIII,421,690 – Gamba 745 – Graesse VI,266 – Brunet V,128 – Ebert 20274 – BM STC 606 – Bibliographien.
Die Abbildungen stammen aus meinem Katalog Nr. 7 und geben nicht den originalen Zustand wieder!

 

Leo Samuele Olschki, Lev Samuel Olschki, geboren 2. Januar 1861 in Johannisburg, Ostpreußen, in eine Familie jüdischer Buchdrucker, erlernte den Buchhandel in Berlin, heiratete Pauline Rosen (1862-1895). 1883 zog er nach Verona, wo er ein Antiquariat eröffnete, siedelte mit diesem 1890 nach Venedig, 1897 nach Florenz um; 1915 begab er sich des Weltkrieges wegen, 1938 der Rassengesetze wegen in die Schweiz. Sein Verlag spezialisierte sich auf kunsthistorische Schriften, er selbst galt als Experte für Inkunabeln. Er starb am 17. Juni 1940 in Genf.

Olschki Exlibris