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Bartholomeo Ricci:
De imitatione libri tres

 

Abbildung zu Bartholomeo Ricci: De imitatione libri tres, 1545

 

Bartholomeo Ricci:

BARTHOLOMAEI RICCII DE IMI|TATIONE LIBRI TRES AD AL|FONSVM ATESTIVM PRIN-|CIPEM, SVVM IN LITERIS | ALVMNVM, HERCVLIS | II. FERRARIENSIVM | PRINCIPIS | FILIVM.
Kolophon fol. L8r: VENETIIS, APVD ALDI FILIOS. | M. D. XLV.

Venedig: Paulus Manutius, 1545.

Octavo. 150 x 97 mm. 88 (recte 87), [1] Blätter. - Lagensignaturen: A-L8. ❦ Werden nach den Formatangaben Maße in Millimetern genannt, beziehen sich diese auf die Blattgrößen, Höhe vor Breite, i. A. gemessen in den Buchblockmitten. Mit dem Aldus-Signet auf dem Titel und dem letzten Blatt verso.

Halbpergament um 1800 mit zwei goldgeprägten Rückenschildern, Deckel mit hellbraunem Papier bezogen, Rotschnitt. ❦ Werden innerhalb der Einbandbeschreibungen die Einbandgrößen angeführt, so steht Höhe vor Breite vor Dicke.
An dieser Stelle befindliche bibliographische Angaben beziehen sich auf den Buchbinder bzw. den Einband.

Bartholomeo Ricci (1490-1569) aus Lugo in der Romagna studierte bei Urbano Rassetti und in Bologna bei Romolo Amaseo, von Andrea Navagero wurde er Marcus Musurus empfohlen, ferner korrespondierte er mit Pietro Bembo. Während einer schlimmen Krankheit schrieb er im Jahre 1538 an Paolo Manuzio und vertraute ihm die Veröffentlichung seiner Werke an. Als Exponent des Ciceronianismus veröffentlichte Ricci zahlreiche Werke. In „De Imitatione“, von Roger Ascham in „The Scholemaster“ (London: J. Daye, 1570) gewürdigt, greift er ein schon von Pietro Bembo und Angelo Poliziano behandeltes Thema auf: Die Nachahmung ist nicht mechanische Übung im Sinne von Wiederholung, sondern als Aneignung lebendige Verbindung zwischen der kulturellen Vergangenheit und dem Individuum. Cf. Jöcher III,2067 & Contemporaries of Erasmus III,155.

Einband leicht fleckig. Erstes Blatt mit minimalem, hinterlegtem Ausriß oben, wenige Marginalien v. a. H., einige Anstreichungen, im letzten Drittel unten ein schwacher Wasserrand, sonst recht sauber.

18th-century vellum-backed boards. Lower margin of last quires waterstained, some old annotations, some underlining. “[Ricci] also wrote the treatise ‘De imitatione’, praised by Roger Ascham in ‘The Scholemaster’, in which he took up a theme already developed by Angelo Poliziano and Pietro Bembo, arguing that imitation was not a mechanical exercise but a vital link between the individual and the past” (Contemporaries of Erasmus, III, pp. 155-156).

Renouard 131,6 - Adams R490 (nur zwei Exx.) - BM STC 554. ❦ Bibliographische Angaben zu diesem Buch: soweit verfügbar werden zuerst Personalbibliographien angeführt, dann Sachbibliographien und allgemeine.
Die Abbildung stammt aus einer Beilage zu meinem Katalog Nr. 50 und gibt nicht den originalen Zustand wieder!