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Platon: Crito. A Socratic Dialogue

 

Platon: Crito. A Socratic Dialogue

 

Πλάτων, Platon:

Crito. A Socratic Dialogue. Translated by Henry Cary.

Montagnola: Officina Bodoni für Paris: The Pleiad, 1926.

Octavo. ca. 238 x 161 mm. xxxvi, [2], [2 weiße] Seiten. Mit typografischer Titelumrahmung, ebensolcher Kopfleiste, Druckersignet.

Handgefertigter Originalpappband, Rücken oben und unten mit Pergament verstärkt, bezogen mit Lotosmarmor in Brauntönen. Gedrucktes Rückenschildchen. Unbeschnitten.

Eins von 475 handnumerierten Exemplaren auf festem Binda Büttenpapier, Gesamtauflage 480 Exemplaren; gedruckt unter der Leitung von Frederic Warde, und das erste Buch der Presse, das die neue Arrighi-Vicenza Kursiv verwandte (siehe Mardersteig, Abbildung auf p. 242). Zu Warde siehe ebendort pp. 30-31; es entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen Mardersteig und dem Schüler von Bruce Rogers und Mitarbeiter Stanley Morisons nur zwei Bücher, die „Calligraphic Models of Ludovico Vicentino“ und das vorliegende, da Mardersteig sich der d’Annunzio-Ausgabe widmen mußte.

Einband an den äußersten Kapitalen und Ecken leicht berieben. Exlibris von G. de Jong über entferntem Exlibris. Vereinzelt ein Anflug von Stockflecken. Seltener, früher Druck der Officina Bodoni.

Mardersteig 16 - Schauer II,78 - Ransom 370,7 – Bibliographien.

 

Ἀριστόξενος δ' ἐν τοῖς Ἱστορικοῖς ὑπομνήμασί φησι Πλάτωνα θελῆσαι συμφλέξαι τὰ Δημοκρίτου συγγράμματα, ὁπόσα ἐδυνήθη συναγαγεῖν, Ἀμύκλαν δὲ καὶ Κλεινίαν τοὺς Πυθαγορικοὺς κωλῦσαι αὐτόν, ὡς οὐδὲν ὄφελος· παρὰ πολλοῖς γὰρ εἶναι ἤδη τὰ βιβλία. καὶ δῆλον δέ· πάντων γὰρ σχεδὸν τῶν ἀρχαίων μεμνημένος ὁ Πλάτων οὐδαμοῦ Δημοκρίτου διαμνημονεύει, ἀλλ' οὐδ' ἔνθ' <ἂν> ἀντειπεῖν τι αὐτῷ δέοι, δηλον<ότι> εἰδὼς ὡς πρὸς τὸν ἄριστον αὐτῷ τῶν φιλοσόφων <ὁ ἀγὼν> ἔσοιτο· ὅν γε καὶ Τίμων τοῦτον ἐπαινέσας τὸν τρόπον ἔχει·
οἷον Δημόκριτόν τε περίφρονα, ποιμένα μύθων,
ἀμφίνοον λεσχῆνα μετὰ πρώτοισιν ἀνέγνων. — Διογένης Λαέρτιος: Βίοι καὶ γνῶμαι τῶν ἐν φιλοσοφίᾳ εὐδοκιμησάντων. Βιβλίον Θ' 40.
Auf englisch.Aristoxenus in his Historical Notes affirms that Plato wished to burn all the writings of Democritus that he could collect, but that Amyclas and Clinias the Pythagoreans prevented him, saying that there was no advantage in doing so, for already the books were widely circulated. And there is clear evidence for this in the fact that Plato, who mentions almost all the early philosophers, never once alludes to Democritus, not even where it would be necessary to controvert him, obviously because he knew that he would have to match himself against the prince of philosophers, for whom, to be sure, Timon has this meed of praise:
Such is the wise Democritus, the guardian of discourse, keen-witted disputant, among the best I ever read. — Lives of the Eminent Philosophers by Diogenes Laërtius, translated by Robert Drew Hicks. Book IX. — Deutsch: Hamburg: Meiner, 1967. II, p. 180.

Für die Entwicklung europäischer Philosophie wäre es vorteilhafter gewesen, jemand hätte die Schriften des Ideenspinners verbrannt.

Leider besaß ich die Editio princeps nie, nur die zweite Platon-Ausgabe, gedruckt 1534 in Basel von Johannes Walder erreichte mich aus Irland kommend lange vor Eröffnung des eigenen Antiquariates. Sie besaß neben der noch recht schönen, aber mit jener der aldinischen kaum vergleichbaren Typographie den Mangel wenig fachmännischer Restaurierung: Statt mit feinem Papier waren Blattränder mit hellbräunlicher Plastikgaze verstärkt, was ich als störend empfand. So entschwandt dieses Buch meiner Vitrine auf nicht mehr erinnerbarem Wege wohl auf eine Auktion.

Trotz langen Suchens fand ich nur noch eine schwarz-weiße Photographie der Titelseite, das Buch besaß einen späteren, mit braunem Leder bezogenen Einband. Eine Titelbeschreibung habe ich wohl nie angefertigt.
Platon. Basel: Walder, 1534. Titelblatt