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Johannes Paepp: Schenckelius detectus

 

Johannes Paepp: Schenckelius detectus, 1617

 

Johannes Paepp: Schenckelius detectus, 1617

 

Johannes Paepp:

Schenckelivs detectus: | Seu, | MEMORIA | ARTIFICIALIS | HACTENVS OCCVLTATA, | ET A MVLTIS QVAM DIV | Desiderata: | IN GRATIAM OPTIMARVM | artium, ac sapientiæ studiosorum luce donata | à I. A. P. G. S. P. D. | Nunc primum post Lugdunensem editio-|nem in Germania edita. | Hanc artem Principes & alij nobiles, cum Eccle-|siastici, tum seculares addidicerunt, exercuerunt, | & mirifice probarunt, vt ex sequnenti-|bus notum fiet. | Tantum scimus quantum memoria tenemus.

Köln: Conrad Butgen, 1617.

Duodecimo. 122 x 71 mm. 200, [2] Seiten. - Lagensignaturen: A-H12, I6 (-fol. I6 weiß). Mit Holzschnittinitialen.

Moderner hellbrauner Halbledereinband mit fünf erhabenen Bünden auf dem Rücken, die durch vergoldete Doppellinien abgesetzt sind, auf zweitem Feld ein dunkelblaues Titelschildchen, unten Ort und Jahr. Rücken und breite Ecken mit hellem Kalbleder, die Deckel mit Marmorpapier bezogen. Am Ende des Buchblockes zusätzlich einige weiße Lagen eingefügt.

Erste in Deutschland gedruckte Ausgabe, im gleichen Jahr wie die Lyoner Erstausgabe erschienen, doch wesentlich seltener als diese. Der Text entspricht genau dem der Lyoner Erstausgabe, welche ebenfalls nach dem Finis noch zwei Seiten mit „Clauicula ...“ aufweist.
¶ Lambert Schenkel (1547-1603) „had a disciple and imitator, one Johannes Paepp. The works on memory of this Paepp are deserving of rather careful attention because he plays a rôle which may be vulgarly described as letting the cat out of the bag. He, as he describes it, detects Schenkel or reveals the secret of the occult memory hidden in Schenkel’s books. This purpose is stated in the title of his first book (...) The tell-tale Paepp mentions a name which Schenkel never mentions, Jordanus Brunus, and the secret which he reveals seems to be somewhat of a Brunian nature. Paepp has been a careful student of Bruno’s works, particulary of Shadows from which he quotes several times. And his long lists of magic images to be used as memory images are very reminiscent of those in Images. Arcane philosophical mysteries, says Paepp, are contained in the art of memory.“ Yates: „The Art of Memory“, p. 301. Zu Schenkel siehe ebenda p. 300 sqq. und Jöcher IV,252-3.
¶ Schenkels hier dargelegtes System beeinflußte sogar noch Descartes, cf. dessen „Cogitationes privatae“ und Yates p. 374.

Durchgehend papierbedingt gebräunt. Ohne das letzte weiße Blatt. Provenienz: Exlibris von Robert J. Hayhurst auf dem vorderen Spiegel.

Young 265 & 266 nur mit der Lyoner Ausgabe von 1617. Nicht bei: Caillet, Ackermann, Rosenthal, Krivatsy, NUC, Paisey – Bibliographien.

 

Mnemonik (μνᾶσθαι, erinnern; μνήμον, achtsam; τὸ μνημονικόν, sc. τέχνημα, was das Gedächtnis mechanisch unterstützt, ars memoriae), die allgemeine Bezeichnung für Methoden zur Unterstützung des Gedächtnisses. Das Prinzip besteht darin, den Geist in die Lage zu versetzen, eine relativ ungewohnte Idee und insbesondere eine Reihe dissoziierter Ideen zu reproduzieren, indem er sie mittels eines künstlichen Ganzen verbindet, dessen Teile sich gegenseitig andeuten. Zu den bekannten Beispielen für metrische Mnemonik gehören die „Geschlechterreime“ der lateinischen Grammatik, die von Logikern erfundenen Hexameterlinien, der Vers zum Erinnern der Anzahl von Tagen in den Monaten. Die Methoden sind zahlreich. Das Gedächtnis wird von Psychologen üblicherweise danach klassifiziert, wie es (a) mechanisch, durch Aufmerksamkeit und Wiederholung trainiert wird; (b) umsichtig, durch sorgfältige Auswahl und Koordination; und (c) mittels künstlicher Methoden, i. e. Mnemotechnik, Mnemonik. Es muß beachtet werden, daß nur Mnemonik mit den Eigenschaften (a) und (b) irgendeinen Wert besitzt. Es handelt sich im Wesentlichen darum, Aufmerksamkeit und Wiederholung zu verwenden, zudem ist eine sorgfältige Auswahl erforderlich. Im technischen Sinne beschränkt sich das Wort auf jene Anwendungssysteme, die von verschiedenen Schriftstellern, Philosophen und Wissenschaftlern ausgearbeitet wurden.

Mnemonische Systeme wurden von griechischen Sophisten und Philosophen gepflegt und finden sich bei Platon und Aristoteles wiederholt erwähnt. In späteren Zeiten wurde deren Erfindung dem Dichter Σιμωνίδης ὁ Κεῖος, Simonides von Keos (557/556 – 468/467) zugeschrieben, vielleicht aus keinem anderen Grund als dem, daß die Kraft seines Gedächtnisses berühmt war. Cicero, der dieser Kunst Bedeutung beimißt, aber mehr dem Ordnungsprinzip als bester Erinnerungshilfe, spricht von Καρνεάδης, Karneades von Athen (214/213 – 129/128), einem Skeptiker, und Μητρόδωρος ὁ Σκήψιος, Metrodorus von Skepsis (um 145 – 70) als Vorbilder für die Verwendung geordneter Bilder als Gedächtnishilfe. Letzterer soll nach Plinius die Kunst „ut nihil non iisdem verbis redderet auditum“ weitergetragen haben. Die Römer schätzten solche Methoden als Hilfsmittel öffentlicher Rede. Cf. Rhetoricorum ad C. Herennium, III,16-22; Quintilian: Institutio Oratoria XI,2, dessen Darstellung jedoch etwas unvollständig und unklar ist. Zu seiner Zeit hatte die Kunst fast aufgehört, praktiziert zu werden.

Das griechische und römische System der Mnemonik beruhte auf der Verwendung von mentalen Orten und Zeichen oder Bildern. Die übliche Methode bestand darin, ein großes Haus zu wählen, dessen Wohnungen, Wände, Fenster, Statuen, Möbel u.s.w. durch Bilder mit bestimmten Namen, Phrasen, Ereignissen oder Ideen verbunden waren. Um sich an diese zu erinnern, war es notwendig, die Wohnungen des Hauses zu durchsuchen, bis der bestimmte Ort entdeckt wurde, an dem sie durch Imagination deponiert worden waren. „Itaque eis, qui hanc partem ingeni exercerent, locos esse capiendos et ea, quae memoria tenere vellent effingenda animo atque in eis locis conlocanda; sic fore, ut ordinem rerum locorum ordo conservaret, res autem ipsas rerum effigies notaret atque ut locis pro cera, simulacris pro litteris uteremur.“ Cicero: De oratore II,354.Es müßten daher jene, die dieses Geistesvermögen üben wollten, gewisse Plätze auswählen, das, was man im Gedächtnis behalten wollte, sich unter einem Bild vorstellen und zu diesen Plätzen einreihen. So würde die Ordnung der Plätze die Ordnung der Sachen bewahren; die Sachen selbst aber durch Bilder bezeichnet, und so könnten wir uns der Plätze statt der Wachstafeln und der Bilder statt der Buchstaben bedienen.

Abgesehen davon, daß sich Martianus Capella auf Regeln der Mnemonik bezieht, ist bis zum 13. Jahrhundert über deren Ausübung nichts weiter bekannt. Zu den umfangreichen Schriften Roger Bacons gehört ein Traktat De arte memorativa. Raimon Lull widmete der Mnemonik im Zusammenhang mit seiner Ars Generalis Aufmerksamkeit.

Verfasser der ersten ars memoriae oder ars memorativa ist Jacobus Publicius (gest. um 1510?) aus Salamanca in Spanien: Artis oratoriae epitoma, Ars epistolandi, Ars memorativa. Venedig: Erhard Ratdolt, 30.11.1482, das Werk beeinflußte noch Robert Fludd. Die Ars memorativa wurde ab Ende des 15. Jahrhunderts auf Basis philosophischer, rhetorischer, religiöser und medizinischer Fachgebiete betrieben, als eine Technik benötigt wurde, anwachsende Wissensmengen zu bewältigen und nach Belieben zu selektieren, abzuspeichern und aufzurufen.

Die erste wichtige Modifikation der römischen Methode war die des deutschen Dichters Konrad Celtes, der in seinem Epitoma in utramque Ciceronis rhetoricam cum arte memorativa nova (1492) anstelle von Orten die Buchstaben des Alphabets verwendete. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts erweckte Petrus de Ravenna (1448 – 1508) in Italien durch seine mnemonischen Taten ein derartiges Erstaunen, daß er von vielen als Nekromant angesehen wurde. Sein Bestseller Phoenix, sive artificiosa memoria (Venedig, 10. Januar 1491) durchlief mehrere Ausgaben, die siebte erschien 1608 in Köln. Einen ebenso großen Eindruck hinterließ Anfang des 16. Jahrhunderts Lambert Thomas Schenkel (1547 – 1625): Gazophylacium artis memoriae, Argentorati: Antonius Bertramus, 1609. Er lehrte die Mnemonik in Frankreich, Italien, Deutschland und veröffentlichte, obwohl er von der Universität von Louvain als Zauberer denunziert wurde, seinen Traicté de la mémoire divisé en deux livres, Arras: Guilaume de la Rivière, 1593, mit der Sanktion der theologischen Fakultät von Douai. Die vollständigste Darstellung seines Systems findet sich in zwei Werken seines 1619 in Venedig erschienenen Schülers Martin Sommer. 1618 veröffentlichte John Willis (1575 – 1625) in London: Mnemonica; sive Ars Reminiscendi: e puris artis naturæque fontibus hausta, et in tres libros digesta, necnon de Memoria naturali fovenda libellus e variis doctissimorum operibus sedulo collectus mit einer klaren Darstellung der Prinzipien der aktuellen oder lokalen Mnemonik. Giordano Bruno hat im Zusammenhang mit seiner Darstellung der Ars Generalis von Lull eine memoria technica in seine Abhandlung De umbris idearum aufgenommen. Weitere Autoren dieser Zeit sind Johann Romberch (1533); Hieronimo Morafiot: Ars memoriae (1602); Giambattista della Porta (1535 – 1615): Ars reminiscendi, 1602.

Giambattista della Porta bietet einen faszinierenden Überblick zu frühneuzeitlichen Ideen über das Gedächtnis, seine Bedeutung sowie eine ausführliche Methode zur Stärkung der Erinnerungsfähigkeit. Für ihn steht Erinnerung als grundlegende Verteidigung gegen Sterblichkeit und Vergänglichkeit. Wissen und Erfahrung haben weder Nutzen noch Existenz, es sei denn, auf sie kann über das Gedächtnis zugegriffen werden. Um dies zu organisieren, empfiehlt Porta, eine Bildergalerie mit eindrucksvollen Bildern von Personen oder Personengruppen zu erstellen. Er erwähnt die wichtige Rolle zeitgenössischer Gemälde und Skulpturen bedeutender Künstler seiner Zeit, darunter Tiziano Vecelli, Raffaello Sanzio da Urbino und Michelangelo Buonarroti, die dem Gedächtnis stärker anhaften als gewöhnliche dies könnten. Porta behauptet, daß das Wiederherstellen des Gedächtnisses dem Auffrischen der Farben eines verblaßten Gemäldes gleiche. Seine Herangehensweise an die antike Erinnerungskunst ist ausgesprochen ikonisch – nicht architektonisch, wie es für viele mittelalterliche und frühneuzeitliche Werke der Mnemonik typisch ist, daneben sowohl linear wie räumlich. Besonders in der 1566 erschienenen italienischen Arte del Ricordare empfiehlt Porta bildlich-erotische Fantasien wie den sodomitischen Geschlechtsverkehr als stärkste Erinnerungshilfe. Um seinen Standpunkt zu veranschaulichen, benennt er Beispiele aus den Metamorphosen von Ovid und Lucius Apuleius. In einer Weise, die deutlich an seine Rezepte mit halluzinogenen Drogen erinnert, sowie an seine naturalistische Herangehensweise im allgemeinen, ist er der Ansicht, daß solche erotischen Phantasmata derart wirksam sein können, daß sie möglicherweise in der Lage seien, das Gedächtnis zu zerstören, das Bild nicht aufzufrischen, sondern zu verwischen.

Johann Just Winckelmann (1620 – 1699), Pseudonym Stanislaus Mink von Weunßhein, gab 1648 sein „fruchtbarstes Geheimnis“ der Mnemonik bekannt, nämlich die Verwendung von Konsonanten für Ziffern, um Zahlen durch Wörter auszudrücken, wobei Vokale nach Bedarf beizufügen sind. Leibniz übernahm ein dem von Winckelmann ähnliches Alphabet im Zusammenhang mit seinem Schema für eine allen Sprachen gemeinsame Schreibweise. Der Winckelmannsche Zifferncode wurde von den meisten nachfolgenden Systemen mit geringfügigen Änderungen übernommen.

Richard Grey (1694 – 1771) veröffentlichte 1730 eine Memoria technica, Or a New Methods of Artificial Memory, Applied to and Exemplified in Chronology History Geography Astronomy, Also Jewish, Grecian and Roman Coins, Weights, Measures, &c. With Tables Proper to Their Respective Sciences and Memorial Lines Adapted to Each Table. Seine Methode lautet kurz: „Um sich an irgendetwas in der Geschichte, Chronologie, Geographie u.s.w. zu erinnern, wird ein Wort gebildet, das beginnend damit, daß es die erste Silbe oder die ersten Silben des Gesuchten darstellt, durch häufige Wiederholung der andere Teil nachgezogen wird, der so konstruiert ist, daß er die Ergänzung gibt. So geschah die Sintflut im Jahr zweitausenddreihundertachtundvierzig vor unserer Zeit; dies wird durch das Wort Del-etok bezeichnet, Del steht für Sintflut und etok für 2348.“ Um die mnemonischen Wörter im Gedächtnis zu behalten, wurden sie zu Gedächtnislinien geformt, die sich jedoch aus seltsamen Wörtern in schwieriger Hexameterskandierung zusammensetzen und sich keineswegs leicht merken lassen. Der Vokal oder Konsonant, den Grey mit einer bestimmten Figur verband, wurde willkürlich gewählt.

Gregor von Feinaigle (1760 – 1819), ein deutscher Mönch aus Salem, der sich nach der Säkularisierung seinen Unterhalt als Wanderlehrer und Gedächtniskünstler in Frankreich und England verdiente, veröffentlichte 1804 in Straßburg: Kunst des Gedächtnisses, alle Arten von Wissenschaften auf eine ebenso leichte als haltbare Weise zu erlernen und im Gedächtnis zu befestigen. Die beste Darstellung findet man in der von John Millard herausgegebenen englischen Version: The New Art of Memory, founded upon the principles taught by M. Gregor von Feinaigle, and applied to Chronology, History, Geography, Languages, Systematic Tables, Poetry, Prose, and Arithmetic. To which is added some account of the principal systems of artificial memory, from the earliest period to the present time; with instances of the extraordinary powers of natural memory, London, 1812. Eine Eigenschaft seines Systems der Mnemonik, das auf Winckelmann basiert, besteht darin, die numerischen Zahlen durch Buchstaben darzustellen, die aufgrund einer Ähnlichkeit oder einer zufällige Verbindung ausgewählt werden. Dieses Alphabet wird durch ein kompliziertes System von Orten und Zeichen ergänzt. Er kam 1811 nach England, einer seiner Schüler veröffentlichte: Mnemonik oder praktische Gedächtniskunst zum Selbstunterricht nach den Vorlesungen des Herrn von Feinaigle, Frankfurt a. M., 1811.

Eine vereinfachte Form von Feinaigles Methode wurde von Aimé Paris (1798 – 1866) in: Principes et applications diverses de la mnemonique, 7. Aufl., Paris, 1834, veröffentlicht. Die Verwendung symbolischer Bilder wurde in Zusammenhang mit dieser von Antoni Jaiwifisky wiederbelebt, dessen System in einem Bericht des polnischen Generals J. Bern: Exposé general de la methode mnémonique polonaise, perfectionnée à Paris, Paris, 1839, veröffentlicht wurde. Verschiedene andere Modifikationen der Systeme von Feinaigle und Aime Paris wurden von späteren Mnemonisten entwickelt, darunter Major Beniowsky: A handbook of phrenotypics for teachers and students. Part I., Development of the principle of familiarity. London: Published by the Author, 1842; François Fauvel Gouraud (1808 – 1847): Phreno-Mnemotechny or The Art of Memory, Houel and Macoy, 1844; Carl Christian Otto (1817 – 1873), Pseudonym Karl Otto Reventlow: Lehrbuch der Mnemotechnik nach einem durchaus neuen auf das Positive aller Disciplinen anwendbaren Systeme, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1843, Wörterbuch der Mnemotechnik nach eignem Systeme, Stuttgart und Tübingen: Cotta, 1844, sowie zwei weitere Werke für Schulen; solche bildhaften Merktechniken wurden besonders im Unterricht angewandt, um mathematisches und historischen Wissen aufzunehmen, die Technik „nicht zerlegbarer Grundbilder“ gilt als maßgeblich für die Entwicklung der Mnemonik; und Pliny Miles (1818 – 1865): American Mnemotechny, or Art of Memory, theoretical and practical; on the Basis of the Most Recent Discoveries and Improvements in Europe and America: Comprising the Principles of the Art, As Applied to Ancient History, Sacred and Profane; Modern European, Asiatic and American History; Remarkable Battles, Treaties of Peace, Great Discoveries and Inventions, Biographies of Eminent Persons, Sovereigns of England and France, Presidents of the United States, Geographical Tables, Latitudes and Longitudes, Chemical and Astronomical Statistics, Sentiments of Flowers, Mythology, Prose, Poetry, Names, Etc., Etc., Etc. with a Mnemotechnics Dictionary, 3d ed., New York: Pub. for the author, by Wiley and Putnam, 1848; und Elements of phreno-mnemotechny, or, Art of acquiring Memory, Richmond: H. K. Ellyson, 1845.

Diese komplizierten Gedächtnissysteme sind fast völlig außer Mode geraten. Doch Methoden, die hauptsächlich auf den sogenannten Assoziationsgesetzen beruhen, wurden weiterhin veröffentlicht, so von Hermann Kothe: Lehrbuch der Mnemonik oder Gedächtnißkunst, Hamburg & Leipzig: Schuberth & Co., 1848, System der Mnemonik oder Gedächtnißlehre. Theoretisch praktische Anleitung zur raschen Erlangung eines vorzüglichen Kunstgedächtnisses, Kassel: J. G. Luckhardt, 1853, und Katechismus der Mnemotechnik oder Gedächtnißlehre. Zweite, sehr verbesserte und vermehrte Auflage von J. B. Montag, Leipzig: J. J. Weber, 1863; und Hugo Weber-Rumpe: Mnemonischen Zahlwörterbuch, Breslau, 1885, und Mnemonische Unterrichtsbriefe, 1882-1888; Edward Pick: On memory and the rational means of improving it, London: Trübner & Co., 1861, und Lectures on memory culture, New York, Chicago: E. L. Kellogg & Co., 1899.
 

Als bibliographisches Nachschlagewerk dient: Morris N. Young: Bibliography of Memory. Philadelphis and New York: Chilton, 1961. Etwa 5000 Einträge: Bücher, Beiträge in Periodika, Handschriften, Kleinschriften, selbst Spiele. Alphabetisch nach Autoren mit dem Anonyma am Ende. Verzeichnis der Periodika. Umfangreichste Bibliographie zu diesem Thema.