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Publius Ovidius Naso: Metamorphoseon libri XV

 

Abbildung eins zu Ovid: Metamorphosen, 1516

 

Publius Ovidius Naso:

QVAE HOC VOLVMINE | CONTINENTVR. || Annotationes in omnia Ouidij opera. | Index fabularum, & cæterorum, quæ insunt hoc | libro secundum ordinem alphabeti. || OVIDII METAMORPHO-|SEON LIBRI XV. || Signet 3.
Fol. a1r:
OVIDII METAMOR-|PHOSEON LI-|BRI XV. || Signet 5.
Kolophon, fol. 204 r.:
VENETIIS IN AEDI|BVS ALDI, ET AN|DREAE SOCE|RI MENSE | FEBRVARIO | M.D.XVI. Verso: Signet 5a, jedoch ohne den Schaden am Schwanzende rechts.

Venedig: Aldus / Andreas Torresanus, 1516.

Octavo. 149 x 90 mm. [47] Bll.; 204 Bll. (ohne das weiße Blatt 6σ8) - Lagenkollation: σ-5σ8, 6σ7 statt 8; a-z8, A-B8, C4 [Die ersten sechs Lagen nur jeweils in den ersten vier Blatt bezeichnet: (1),2,3,4,-,-,-,- 5,6,7,8,-,-,-,- 9,...,- 24,-,-,-.] ❦ Werden nach den Formatangaben Maße in Millimetern genannt, beziehen sich diese auf die Blattgrößen, Höhe vor Breite, i. A. gemessen in den Buchblockmitten.

Englischer, dunkelrotbrauner ungeglätteter Maroquinband („hard grain“) um 1800 mit vier erhabenen breiten Bünden auf dem Rücken. Im zweiten Feld Verfasser und Titel, im fünften Drucker und Jahr, die restlichen mit feiner Vergoldung aus zahlreichen Einzelstempeln. Die Deckel mit Rahmenvergoldung aus Kordellinien, mit denen auch die Bünde auf dem Rücken abgesetzt sind, und darinnen nebeneinander wiederholten Blattstempeln. In den Ecken Blütenstempel, von diagonalen Kordellinien getrennt. An der Rahmeninnenseite Blindprägung aus einer Rolle sowie Einzelstempeln in den Ecken. In den Deckelmitten der Aldusanker umwunden von einem Tau. Steh- und Innenkantenvergoldung. Goldschnitt, handgestochene Kapitale in naturgelber Seide. Vorsätze einfarbig ocker. Zwei blaue Lesebändchen. ❦ Werden innerhalb der Einbandbeschreibungen die Einbandgrößen angeführt, so steht Höhe vor Breite vor Dicke.
An dieser Stelle befindliche bibliographische Angaben beziehen sich auf den Buchbinder bzw. den Einband.

Komponiert nach alexandrinischem Muster, dienten die Metamorphosen vom Mittelalter über Barock bis in die Neuzeit als Vorbild und Fundgrube mythologischer Kenntnis; ihre Wirkung auf Dichtung und Kunst ist kaum zu erfassen.
Provenienz: 1. John Hayford Thorold, Syston Park. The Syston Park Library. Catalogue ... of the Late Sir John Hayford Thorold, Bart., Sotheby, 12.12.1884. - 2. „ex libris Schandein-Heyl“ mit dem eingeklebten Exlibris auf dem vorderen Spiegel.

Der Einband leicht berieben; innen ungewaschen und nur stellenweise fleckig bzw. braunfleckig, sonst meist sauber; anfangs mit leider angeschnittenen Annotationen von alter Hand.

Renouard 78,9 - Adams O482 (mit genauer Kollation) - Brunet4 III,591 (mit Bewertung der Ausgabe) - BM STC ital 479 - De Bure 2753 - Bibliogr. Ovidiana p. 17 (Unter den „Principali edizioni dei secc. XVI e XVII“) ❦ Bibliographische Angaben zu diesem Buch: soweit verfügbar werden zuerst Personalbibliographien angeführt, dann Sachbibliographien und allgemeine.
Die Abbildung stammt aus meinem Katalog Nr. 7 und gibt nicht den originalen Zustand wieder!

 

„parte tamen meliore mei super alta perennis
astra ferar, nomenque erit indelebile nostrum,
quaque patet domitis Romana potentia terris,
ore legar populi, perque omnia saecula fama,
si quid habent veri vatum praesagia, vivam.“ XV,875-879 — Auf deutsch.„... unsterblich
Schwingt der edlere Teil meines Wesens sich über die hohen
Sterne empor, und unzerstörbar dauert mein Name;
Und wo die Römer bezwungene Länder beherrschen, die Völker
Werden mich lesen: ich bleibe, wenn irgend die Ahnung der Sänger
Wahrheit besitzt, im Ruhm für ewige Zeiten lebendig.“
Übersetzt von Hermann Breitenbach, Zürich: Artemis, 1958.