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John Milton:
Paradise Lost und Paradise Regained

 

John Milton: Paradise Lost und Paradise Regained

 

Zwei Fore-edge Paintings

John Milton:

Vol. I: Gestochenes Frontispiz: Portrait von John Milton, „...Ætat 62.“ und „Engraved by Holl“. Gestochener Titel: PARADISE LOST BY JOHN MILTON „Designed by E. F. Burney Engraved by Landseer & Neagle“ untertitelt: „Outstrech’d he lay, on the cold ground, and oft / Curs’d his creation. Book X, line 851.“ Published by J. Mawmann, and the other Proprietors / 1817.
Haupttitel: PARADISE LOST, BY JOHN MILTON. TO WHICH ARE PREFIXED, THE LIFE OF THE AUTHOR, AND A CRITICISM ON THE POEM, BY SAMUEL JOHNSON, LL.D. | LONDON: PRINTED FOR F. C. AND J. RIVINGTON; J. NICHOLS AND (...) / 1817. Verso: Printed by P. HAMILTON, Weybridge, Surrey.
Vol. II: Vortitel: PARADISE REGAINED. Verso: Printed by p. Hamilton, Weybridge, Surrey. Gestochenes Frontispiz, „E. F. Burney del - J. Fittler sculp.“
Haupttitel:
PARADISE REGAINED, BY JOHN MILTON. WITH SELECT NOTES SUBJOINED TO WHICH IS ADDED, A COMPLETE COLLECTION OF HIS MISCELLANEOUS POEMS, BOTH ENGLISH AND LATIN. | LONDON: PRINTED FOR F. C. AND J. RIVINGTON; J. NICHOLS AND SON (...) / 1817.

London: Mawmann et al., 1817.

Vol. I: Octavo. 203 x 115 mm. [2] Bll.; xlviii Ss.; 384 Ss. – Lagenkollation: o2; a-c8; B-Z8, 2A-2B8.
Vol. II: Octavo. 202 x 116 mm. [3] Bll.; 432 Ss. (die ersten vier Seiten mit kleinen römischen Ziffern paginiert, auf Seite 130 folgt ein Blatt Stahlstich) – Lagenkollation: o2+1; B-Z8, 2A-2E8.

Die Einbände beider Bände sind bis auf das Motiv des Fore-edge Paintings gleich: Rotes, langnarbiges Schafsmaroquin der Zeit mit fünf erhabenen Bünden auf dem Rücken, wobei das zweite Feld jeweils Verfasser und Titel, das fünfte die Bandzahl trägt; die restlichen sind mit gleicher, reichlicher Rückenvergoldung aus Einzelstempeln, die sich symmetrisch zum Mittelpunkt des Feldes hin ausrichten, gefüllt. Die Vergoldung der Deckel besteht aus einem Rahmen von drei Linien, einem inneren Rahmen aus zwei weiter voneinander entfernteren Linien, einer Doppellinie in Blinddruck sowie Eckornamenten. Steh- und Innenkantenvergoldung, die Kapitale mehrfarbig handgestochen. Vorsätze aus braunem Papier. Goldschnitt über je einem Fore-edge Painting in schönen frischen Farben: Vol. I: „View of the Thames at Deptford“. Vol. II: „View of Shipping at Woolwich“.

Provenienz: 1. Eingeklebtes Etikett auf vorderem Spiegel oben: „Sold by H. GODWIN, Bookseller, / N°. 24 Milsom Street, Bath.“ - 2. Ein Eintrag auf dem vorderen fliegenden Blatt verso über eine Schenkung an W. L. Phelps datiert Aug. 3, 1867. In Band I auf p. 384 ein gestochenes Schlußstück: „E. F. Burney delin. - Wm Bromley Sculp.“
¶ Der Stahlstich in II nach fol. K1 ist bezeichnet: „E. F. Burney del. - J. Fittler sculp.“ und gehört zu Samson Agonistes. Edward Francis Burney (1760–1848), der niemals heiratete, lernte ab 1776 an der Royal Academy, wo er später oftmals ausstellte, und erhielt freundschaftliche Unterstützung von Sir Joshua Reynolds. Cf. Robert Edmund Graves: Bryan’s Dictionary of Painters and Engravers (A–K). London: George Bell & Sons. p. 204.

Kaum bestoßen und nur an den Gelenken teils etwas berieben, innen bis auf wenige Fleckchen sau­ber und kaum stockfleckig. - Die beiden Fore-edge Paintings äußerst zart und fein in leuchtenden Farben gemalt und gut erhalten.

David Harrison Stevens: Reference Guide to Milton. N.Y.: Russell & Russell, 1930, 19672. p. 15, n°. 120 - Lowndes 1864 IV, 1556 - nicht bei Brunet, Graesse, Ebert - Die Ausgabe ist nach Stevens und Lowndes in zwei Bänden komplett.

 

Die Einbandabbildung stammt aus Katalog zwei; leider verzichtete ich damals auf Photographien der Fore-edge Paintings.

Zum Nachschlagen: Carl J. Weber: Fore-Edge Painting. A Historical Suvey of a Curious Art in Book Decoration. New York: Harvey House, Inc., 1966. Mit einem Farbfrontispiz sowie 34 s/w Abbildungen.
Als Ersatz die Abbildung eines anderen Fore-edge Paintings:
Fore-edge Painting