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Marcus Valerius Martialis: Epigrammatom libri 14AbbildungenDeskriptionMartialEpigrammeJean PicardVerweise

Relié par Jean Picard, le relieur de Jean Grolier

Marcus Valerius Martialis:

M. V. MAR-|TIALIS EPIGRAM-|MATOM LIBRI 14 | ſumma diligentia caſtigati.

Paris: Simon Colinaeus, 1540.

Sedecimo. 117 × 69 mm. 207, [1 weißes] Blätter. – Lagenkollation: a-z8, A-C8. – Wasserzeichen: Gegenmarke „b“ mit einem Kreuz darüber. Titel in architektonischem Holzschnittrahmen, kleine Holzschnittinitialen. Text rot regliert.

Handgefertigter naturbrauner Kalbledereinband der Zeit (122 × 77 × 22 mm) auf vier Doppelbünden aus weißem Leder und Pappdeckeln. Die Deckel reich vergoldet: Zwei mit dunkler Farbe gefüllte und durch vergoldete Linien abgesetzte Randrahmen umschließen einen inneren Rahmen derselben Art, der mit einem gleichgestalteten Rhombus verflochten ist. Darinnen ein ebenfalls mit dunkler Farbe gefülltes, aus Kurven und einem viermal wiederholtem fleuralem Einzelstempel (Howard M. Nixon: Bookbindings from the Library of Jean Grolier. A loan exhibition 23 september - 31 october 1965. London: British Museum, 1965, Tafel C, Claude de Picques, Nr. 6) zusammengesetztes Ornament; mittig ein endloser Knoten (Nr. 14), darüber und darunter je ein Stern (Nr. 9). Die vier Ecken zwischen innerem und äußerem Rahmen mit je einem nach außen weisendem fleuralem Stempel (Nr. 1) gefüllt, daneben insgesamt acht kleinere fleurale Stempel (Nr. 12**). Steh- und Innenkantenvergoldung, Goldschnitt. Rücken fachmännisch erneuert und den Originalrücken kopierend mit Linienvergoldung auf den Bünden versehen, die Rückenfeldern mit Randrahmen aus goldgeprägten Linien sowie mittig je mit einem kleinen Rosettenstempel.
Schwarze, mit mattgelbem Samt gefütterte Halbmaroquin-Kassette mit vier erhabenen Bünden auf dem leicht gerundetem Rückenteil und goldgeprägtem Titel auf zweitem und viertem Feld sowie am Fuß Ort und Jahr, signiert innen mit Schildchen: „James Brockman, Oxford“.

Nachdruck der Aldine, erstmals 1528 bei Colinaeus erschienen. Schöner, präziser Druck in Kursiv; vor dem Binden von Hand sauber regliert.
¶ Der früher mit Claude de Picques identifizierte Buchbinder („entrelac binder“; Michons „l’atelier des reliures à entrelacs géometriques“; bzw. Dr. Schunkes „Klassischer Meister“), der die Mehrzahl der Bände in Groliers Bibliothek band, wird seit der Entdeckung dreier Verträge durch Mme Parent-Charon und der Veröffentlichung von Anthony Hobson als der Pariser Vertreter des venezianischen Aldus-Verlages, der Buchhändler und Buchbinder Jean Picard, „marchand libraire et relieur de livres“ (Hobson: Humanists and Bookbinders, p. 267), identifiziert, der zwischen den Jahren 1540 und 1543 Grolier mit der erstaunlichen Anzahl von ca. 214 vergoldeten Einbänden belieferte, von denen etwa 127 Aldinen beinhalteten (Hobson, op. cit., p. 268).
¶ „Picard’s bindings with solid tools for Grolier are celebrated for their increasingly complex and varied patterns of interlaced fillets. (...) Jean Picard was a binder of supreme talent (...)“ Hobson, op. cit., pp. 296 & 270. Doch leider kein guter Geschäftsmann, so daß er seiner Schulden wegen Paris 1547 verlassen mußte.

Rücken fachmännisch erneuert, Ecken restauriert und einige der äußeren Linien unauffällig teilweise nachvergoldet. Vorderdeckel mit kleinem dunklen Fleck; sonst wohlerhalten. Innen minimal gebräunt. Provenienz: Besitzeintrag auf vorderem zweitem fliegendem Vorsatz: „J. G. V. Porter. | Hanow on the Hill | Bought at Paris Dec 15. 1834 | for 1 1/2 francs“. Schönes Exemplar in einem durch die verwendeten Stempel eindeutig Groliers Entrelac-Buchbinder, i. e. Jean Picard, zuzuweisendem zeitgenössischem Meistereinband.

Contemporary brown calf over pasteboards, four raised bands. Covers richly gilt to a harmonious strapwork design of two outer frames and a central panel interlacing with a rhombus, all formed by double gilt fillets with interstices painted dark-brown. In the central panel a gilt tooled design of four floral tools (Nixon: Bookbindings from the Library of Jean Grolier. Plate C, Claude de Picques, 6) with dark-brown painted ground, in the centre a gilt knotwork (14), above and below a star (9). In the corners between the outer frames and the inner panel four gilt floral tools (1), and between them eight small tolls (12**).
¶ Skillfully rebacked copying the original spine, the compartments outlined with single gilt fillets. Outer fillets on covers partly renewed. Preserved in a black quarter morocco folding-case, spine gilt with title, by James Brockman of Oxford. A delightful Parisian binding bound by Grolier’s ‘Entrelac-Binder’ Jean Picard. From the library of J. G. V. Porter, Hanow on the Hill, with his ownership entry on the upper fly-leaf, dated 1834.
¶ Martial’s ‘Epigrams’ are printed in an elegant italic, title with architectonical border woodcut, text ruled in red.
¶ Martial came to Rome from Spain during the first century c. e. His ‘Epigramms’ are rich in imagination, felicity of language and remain an invaluable portrait of Roman social life during the first century c. e.

Adams M699 – BM STC 304 – Graesse IV,423 – Schweiger II,ii,595. Cf. Simon: Bacchica I, pp. 47-48 – Bibliographien.

 

Marcus Valerius Martialis

Marcus Valerius Martialis wurde um 40 in Bilbilis, auf dem nordspanischen Cerro de Bambola in der Nähe des heutigen Calatayud, geboren. Er besuchte eine Rhetorik- und Grammatikschule, wo er sein literarisches Talent entdeckte. Um 63/64 begab er sich nach Rom und lebte dort zunächst in eher ärmlichen Verhältnissen. Anfang der 80er Jahre setzte seine literarische Produktion ein, die bis ins Jahr 102 reicht. Er selbst verweist in einem Gedicht auf seine Jugenddichtung, auf deren Existenz wir jedoch außerhalb seines Epigrammkorpus über keinen Hinweis verfügen.

Wie auch andere Dichter seiner Zeit war Martial abhängig von seinen Freunden und Gönnern, die ihn finanziell unterstützten. In seinen Gedichten kokettiert er mit seinem mittellosen gesellschaftlichen Status und schafft so das Bild eines ‚Bettelpoeten‘, was eine ironische Untertreibung sein dürfte, denn bereits 84 besaß er ein Gut in Nomentum, später ebenfalls in Rom, auch Sklaven und Sekretäre.

Martial schaffte es, sich unter den Kaisern Titus (Titus Flavius Vespasianus, 39-81, reg. 79–81) und Domitian (Titus Flavius Domitianus, 51-96, reg. 81–96) durch Lobgedichte ein Ansehen zu verschaffen, das ihm zu einem recht wohlhabenden Leben verhalf. Er wurde zum Tribun und Eques ernannt und verfügte über das Dreikindrecht, ius trium liberorum, das ihm gewisse Freiheiten wie z. B. Steuervergünstigungen einräumte. Trotzdem scheint er unverheiratet und kinderlos geblieben zu sein. Er gilt als Meister der Epigrammdichtung, welche durch ihn in Rom salonfähig wurde. Seine Werke bieten Einblick in das damalige Alltagsleben Roms, insbesondere seine Epigramme über gesellschaftliche Dissonanzen erhielten bereits zu seinen Lebzeiten große Resonanz.

Unter Nerva (Marcus Cocceius Nerva, 60-98, reg. 96–98) und Trajan (Marcus Ulpius Traianus, 53-117, reg. 98–117) änderte sich die politische Lage, beide lehnten Schmeicheleien und übertriebene Lobpreisungen ab. Vielleicht aus diesem Anlaß entschloß sich Martial um 98/100, in seine Geburtsheimat zurückzukehren. Plinius der Jüngere bezahlte diese Reise, während ihm seine Gönnerin Marcella ein Landgut zur Verfügung stellte. So vermochte er die Arbeit an seinen Werken weiterzuführen. In der Praefatio des zwölften Buches schreibt er, wie sehr ihm die Inspiration durch die römischen Zuhörer fehle„... und es iſt unter dieſen der größte und erſte der, daß ich das Ohr der Bürger vermiſſe, an welches ich gewöhnt war, und daß ich mir wie auf einem fremden Forum kämpfend vorkomme. Denn wenn etwas in meinen Büchlein gefallen ſollte, ſo hat es mir der Zuhörer eingegeben. Jene Feinheit des Urtheils, jenen Geiſt des Stoffes, die Bibliotheken, die Theater, den Umgang, deſſen Freuden nicht merken, daß ſie darin lernen, überhaupt Alles, was ich Verwöhnter zurückgelaſſen habe, vermiſſe ich, wie ein Verlaſſener.“ — Alexander Berg: Die Epigramme des Marcus Valerius Martialis in den Versmaßen des Originals übersetzt und erläutert. Stuttgart: Krais und Hoffmann, 1865. p. 427.: „In qua hoc maximum et primum est, quod civitatis aures, quibus adsueveram, quaero et videor mihi in alieno foro litigare; si quid est enim, quod in libellis meis placeat, dictavit auditor: illam iudiciorum subtilitatem, illud materiarum ingenium, bibliothecas, theatra, convictus, in quibus studere se voluptates non sentiunt, ad summam omnium illa, quae delicati reliquimus, desideramus quasi destituti.“

Um das Jahr 104 verstarb Martial in seinem Geburtsort Bilbilis.

Zu Martials Gönnern und Freunden zählen Seneca, Plinius der Jüngere, Quintilian, Juvenal sowie die Kaiser Titus und Domitian.

 

Epigrammata

 

Mentiris iuvenem tinctis, Laetine, capillis,
 Tam subito corvus, qui modo cycnus eras.
Non omnes fallis; scit te Proserpina canum:
 Personam capiti detrahet illa tuo. (III,43)

Durch gefärbetes Haar, Lätin, erlügſt du den Jüngling,
 Du, der ein Schwan erſt war, wurdeſt ein Rabe ſo ſchnell.
Alle täuſcheſt du nicht; Proſerpina weiß, daß du grau biſt:
 Und bald wird von dem Haupt dieſe die Maske dir ziehn.

 

Nullos esse deos, inane caelum
Adfirmat Segius: probatque, quod se
Factum, dum negat haec, videt beatum. (IV,21)

Daß im Himmel es keine Götter gebe,
Zeigt uns Segius und beweist’s, er ſieht ja
Sich, indem er ſie läugnet, reich geworden.

 

Cras te victurum, cras dicis, Postume, semper.
 Dic mihi, cras istud, Postume, quando venit?
Quam longe cras istud, ubi est? aut unde petendum?
 Numquid apud Parthos Armeniosque latet?
Iam cras istud habet Priami vel Nestoris annos.
 Cras istud quanti, dic mihi, possit emi?
Cras vives? hodie iam vivere, Postume, serum est:
 Ille sapit, quisquis, Postume, vixit heri. (V,58)

Morgen, verſprichſt du ſtets, zu leben, Poſtumus, morgen.
 Sage mir, Poſtumus, wann kommet das Morgen einmal?
Wie weit iſt’s zu dem Morgen? wo iſt’s? von wannen zu holen?
 Birgt’s bei den Parthern vielleicht und den Armeniern ſich?
Priamus’ Jahre bereits und Neſtor’s zählet das Morgen.
 Sage mir, für wie viel kann man das Morgen erſtehn?
Morgen willſt du’s, es iſt zu ſpät ſchon, heute zu leben:
 Der nur, Poſtumus, iſt weiſe, der geſtern gelebt.

 

Non donem tibi cur meos libellos
Oranti totiens et exigenti,
Miraris, Theodore? Magna causa est:
Dones tu mihi ne tuos libellos. (V,73)

Theodorus, du wunderſt dich, warum ich
Meine Bücher, ſoviel du bittſt und drängeſt,
Dir nicht ſchenke? Ich habe gute Gründe:
Daß nicht du auch mir deine Bücher ſchenkeſt.

 

Exigis, ut nostros donem tibi, Tucca, libellos.
 Non faciam: nam vis vendere, non legere. (VII,77)

Meine Bücher verlangſt du geſchenkt. Das, Tucca, geſchieht nicht.
 Leſen willſt du ſie nicht, ſondern verkaufteſt ſie gern.

 

Rumpitur invidia quidam, carissime Iuli,
 Quod me Roma legit, rumpitur invidia.
Rumpitur invidia, quod turba semper in omni
 Monstramur digito, rumpitur invidia.
Rumpitur invidia, tribuit quod Caesar uterque
 Ius mihi natorum, rumpitur invidia.
Rumpitur invidia, quod rus mihi dulce sub urbe est
 Parvaque in urbe domus, rumpitur invidia.
Rumpitur invidia, quod sum iucundus amicis,
 Quod conviva frequens, rumpitur invidia.
Rumpitur invidia, quod amamur quodque probamur:
 Rumpatur, quisquis rumpitur invidia. (IX,97)

Jemand berſtet vor Neid, mein theuerſter Julius, berſtet,
 Weil ganz Roma mich gern lieſet, er berſtet vor Neid.
Berſtet vor Neid, weil ſtets, wo ein Haufe Volkes verſammelt,
 Jeder mit Fingern auf mich zeiget, er berſtet vor Neid.
Berſtet vor Neid, weil mir durch die Huld der beiden Cäſaren
 Vaterrechte verliehn wurden, er berſtet vor Neid.
Berſtet vor Neid, weil mir vor der Stadt ein freundliches Gütchen
 Und ein Häuschen in Rom eigen, er berſtet vor Neid.
Berſtet vor Neid, weil gern ich geſehen werde von Freunden,
 Weil man zu Tiſche mich oft ladet, er berſtet vor Neid.
Berſtet vor Neid, weil jeder mich liebt und jeder mich lobet:
 Berſte denn immerhin jeder, der berſtet vor Neid.

 

Sexagena teras cum limina mane senator,
 Esse tibi videor desidiosus eques,
Quod non a prima discurram luce per urbem
 Et referam lassus basia mille domum.
Sed tu, purpureis ut des nova nomina fastis
 Aut Nomadum gentes Cappadocumve petas:
At mihi, quem cogis medios abrumpere somnos
 Et matutinum ferre patique lutum,
Quid petitur? Rupta cum pes vagus exit aluta
 Et subitus crassae decidit imber aquae
Nec venit ablatis clamatus verna lacernis,
 Accedit gelidam servus ad auriculam
Et ‚Rogat ut secum cenes Laetorius‘ inquit.
 Viginti nummis? non ego: malo famem,
Quam sit cena mihi, tibi sit provincia merces,
 Et faciamus idem nec mereamur idem. (XII,29)

Da als Senator du früh an ſechzig Schwellen beſchreiteſt,
 Siehſt du für einen im Dienſt läſſigen Ritter mich an,
Daß ich die Stadt nicht ſchon bei Tagsanbruche durchlaufe
 Und ermüdet zurück kehre, von tauſend geküßt.
Du thuſt’s aber, daß neu man dich ſchreib’ in’s purpurne Jahrbuch,
 Oder daß Numider du und Cappadocer regierſt:
Doch ich, welchen du zwingſt, aus dem beſten Schlaf zu erwachen,
 Und den Koth zu beſtehn, der mich des Morgens beſpritzt,
Was erreich’ ich? Wenn mir durch geborſtenes Leder der Fuß dringt,
 Und ſich in dichter Fluth plötzlicher Regen ergießt,
Kommt kein Knabe zu mir auf den Ruf und bringet Lacernen,
 Meinem erfrorenen Ohr nahet ein Sklave ſich dann,
Und beſtellt mir: „es läßt dich zum Mahl Lätorius bitten“.
 Für der Denarien fünf? nimmer: den Hunger noch eh’r,
Als daß die Mahlzeit mir, daß dir der Lohn die Provinz ſei,
 Und wir das Nämliche thun ohne denſelben Gewinn.


 

Jean Picard

Der französische Buchbinder Jean Picard war um 1540 tätig. Er wurde bekannt, da er zahlreiche Bücher für den Bibliophilen Jean Grolier de Servières, vicomte d’Aguisy (1479-1565) band. Möglicherweise war er auch in der französischen königlichen Buchbinderwerkstatt tätig.

Während Bibliophile seit langem Grolier-Einbände sammelten, entschwanden einige der Namen jener Buchbinder, von denen sie hergestellt waren. Der Katalog der British Library schreibt Picard einige Einbände zu, die sich fast alle um Bücher, die gegen 1540 in Paris für Grolier bestimmt waren, befinden. Die Bibliothèque nationale de France verfügt über eine umfangreichere Sammlung.

Zahlreiche der Einbände Picards befinden sich um Exemplare des venezianischen Aldus-Verlages. Er scheint auch eine direktere Verbindung zu diesem gehabt zu haben, da ein ‚Jean Picard‘ in den 1540er Jahren die Pariser Aldus-Agentur leitete und Bücher in deren Auftrag verkaufte. Nicht alle Quellen stimmen darin überein, daß es sich bei Buchhändler und Buchbinder um dieselbe Person handelt.

Die Räumlichkeiten des Buchhändlers Picard waren mit dem Signet Anker und Delphin für festina lente, σπεῦδε βραδέως, Emblem des Aldus-Verlags, gekennzeichnet. Sie befanden sich in der Rue Saint-Jacques, einer Straße im Quartier Latin, im Zentrum des Buchhandels. 1547 wurden finanzielle Probleme gravierend, und er floh vor seinen Gläubigern wohl nach England. Der Aldus-Verlag ernannte daraufhin einen Drucker namens Le Riche zum neuen Agenten. Le Riche wurde nach einigen Jahren durch den Buchbinder Gomar Estienne ersetzt, der zwischen den Jahren 1545 und 1555 tätig war und im Atelier de Fontainebleau, der königlichen Buchbinderei, gearbeitet hatte. Estienne scheint einige der von Picard verwendeten Buchbinderwerkzeuge übernommen zu haben.

Picard ist mit einem dekorativen Stil verbunden, der als entrelacs géométriques bezeichnet wird, arbeitete jedoch auch in anderen Stilen.