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Nicolo Liburnio:
Le occorrenze humane

 

Abbildung zu Nicolo Liburnio: Le occorrenze humane, 1546

 

Abbildung zu Nicolo Liburnio: Le occorrenze humane, 1546

 

Nicolo Liburnio:

LE OCCORRENZE HVMANE PER | NICOLO LIBVRNIO | COMPOSTE.
Kolophon fol. V3r: IN VINEGIA, NELL’ANNO | M. D. XXXXVI. | IN CASA DE’ FIGLIVOLI | DI ALDO.

Venedig: Paulus Manutius, 1546.

Octavo. 151 x 94 mm. [12] Blätter, 147 (recte 146) Blätter, [2] Blätter. - Lagensignaturen: A-T8, V4. ❦ Werden nach den Formatangaben Maße in Millimetern genannt, beziehen sich diese auf die Blattgrößen, Höhe vor Breite, i. A. gemessen in den Buchblockmitten. Mit dem Aldus-Signet Nr. 8 auf Titel und fol. V4v.

Marmoriertes Kalbleder des 18. Jh. auf fünf echten Bünden mit reicher Rückenvergoldung aus verschiedenen Linien, Blütenstempeln, Sternen u. ä. Die Deckel mit Randrahmenvergoldung aus einer Linie. Reste von Stehkantenvergoldung; Innenkantenvergoldung. Handgestochene Kapitale in rosé/weißer Seide, Rotschnitt. Vorsätze aus Kammschnittmarmor. ❦ Werden innerhalb der Einbandbeschreibungen die Einbandgrößen angeführt, so steht Höhe vor Breite vor Dicke.
An dieser Stelle befindliche bibliographische Angaben beziehen sich auf den Buchbinder bzw. den Einband.

Dem Titel folgt ein langes Vorwort des Autors an Luigi Pisano. Das Werk selbst beschreibt in einer Serie von Unterhaltungen, die fälschlich „Dialogui“ genannt werden, u. a. die Tugenden, die Verlassenheit, die Seltenheit der Schönheit; eine lange Stelle über die Musik bezieht sich insbesondere auf den französischen Hof und François I, der wegen seiner Sammlung hebräischer, griechischer und lateinischer Bücher gepriesen wird. Die Protagonisten sind meist fiktiv, doch wird eine Diskussion über den Adel der Städte und Menschen zwischen Marcus Musurus, Alberto Pio von Carpi, Janus Laskaris und Lelio di Massimi geführt (XIII, fol. 73 sqq.). Nebenher eine Fundgrube seltsamer Details, speziell der Literaturhistorie.

Einband an Kanten und Gelenken etwas berieben. Kapitale mit kleinen Fehlstellen. Äußere und mittlere Seiten der ersten Lage fleckig, sonst meist sauber und vorn recht breitrandig. - Dies Exemplar beinahe genauso groß wie das der Sammlung Abrams mit 152 x 94 mm. Vgl. Cat. Sotheby’s, Nov. 1989, Nr. 190.

Renouard 135,5: « Ce volume est devenu assez rare. » - Adams L653 - Gamba 1478. ❦ Bibliographische Angaben zu diesem Buch: soweit verfügbar werden zuerst Personalbibliographien angeführt, dann Sachbibliographien und allgemeine.
Die Abbildung stammt aus meinem Katalog Nr. 50 und gibt nicht den originalen Zustand wieder!