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Bernard Lamy:
Nouvelles Reflexions sur l’art poétique

 

Abbildung zu Bernard Lamy: Nouvelles Reflexions sur l’art poétique

 

Bernard Lamy — Joseph Thouvenin (Buchbinder):

Nouvelles Reflexions sur l’art poétique

Paris: André Pralard, 1668 (in fine: 1678 - Privileg datiert 1677).

Duodecimo. 147 x 80 mm. [16], 245, [1] Seiten. ❦ Werden nach den Formatangaben Maße in Millimetern genannt, beziehen sich diese auf die Blattgrößen, Höhe vor Breite, i. A. gemessen in den Buchblockmitten. Mit Holzschnittvignette auf Titel, zierlichen Holzschnittinitialen und typographischen Zierleisten.

Hellbraunes Kalbleder mit fünf erhabenen Bünden auf dem Rücken, die durch vergoldete Linien hervorgehoben und abgesetzt sind. Auf dem zweiten Feld ein dunkelbraunes goldgeprägtes Titelschild, unten signiert „THOUVENIN“, darunter das Jahr 1668. Deckel mit Randrahmen aus je drei vergoldeten Linien, auf den Schnittpunkten kleine fleurale Stempel. Stehkantenvergoldung aus mehrfacher Zickzacklinie; ornamentale Innenkantenvergoldung. Handgestochene Kapitale in hellblau/weißer Seide, rosa Lesebändchen, Vorsätze aus braun/rotem Schneckenmarmor. Der Buchblock wurde von Joseph Thouvenin (1791-1834), nicht nochmals beschnitten, so daß der alte, rot-gesprenkelte Schnitt erhalten blieb. Dazu eine neuerer, angepaßter und gefütterter Schuber, bezogen mit Phantasiemarmor, mit Lederkanten vorn sowie einem goldgeprägtem Ledertitelschild. ❦ Werden innerhalb der Einbandbeschreibungen die Einbandgrößen angeführt, so steht Höhe vor Breite vor Dicke.
An dieser Stelle befindliche bibliographische Angaben beziehen sich auf den Buchbinder bzw. den Einband.

Bernard Lamy (1640-1715), ein französischer Presbyter, studierte mit großen Erfolg die Humaniora. Er lehrte zu Saumur und Angers die Philosophie, später zu Grenoble die Theologie. Cf. Jöcher II,2229, wo auch seine zahlreichen Werke aufgeführt sind. Seine vorliegende Schrift behandelt die Gründe der Freude an der Poesie, deren Grundlagen und Regeln, jedoch auch die Gefahren, die durch das Lesen der Poesie entstehen.

Provenienz: 1. Namenseintrag auf Titel: „Gaillard“. 2. P. Adry mit handschriftlichen Notizen zum Autor auf dem dritten vorderen fliegenden Blatt und der Bemerkung: „cet ouvrage est très singulier.“ 3. J. Renard mit seinem Exlibris auf dem vorderen fliegenden Blatt, Vente Hôtel Drouot, 12.-14. Mai 1930, Nr. 306 mit 110 frcs.
Einbandrücken leicht fleckig, Gelenke etwas berieben, Hinterdeckel mit zwei kaum wahrnehmbaren Kratzern, unteres Kapital mit kleiner Fehlstelle. Innen minimal gebräunt bzw. leicht fleckig. Seltenes, schön gebundenes Bändchen aus gutem Vorbesitz.

Light-brown calf, five raised bands, richly gilt, bound by Thouvenin. An attractive copy.

Goldsmith R307. ❦ Bibliographische Angaben zu diesem Buch: soweit verfügbar werden zuerst Personalbibliographien angeführt, dann Sachbibliographien und allgemeine.