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Ξενοφῶν, Xenophon — Αἴσωπος, Aesop — Κέβης, Cebes:
Drei Autoren in griechisch-lateinischem Paralleldruck

 

Xenophon / Joannes Sambucus - Aesop - Cebes, Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts

 

Xenophon / Joannes Sambucus - Aesop - Cebes, Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts

 

Xenophon / Joannes Sambucus - Aesop - Cebes, Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts

 

Xenophon / Joannes Sambucus - Aesop - Cebes, Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts

 

Xenophon / Joannes Sambucus - Aesop - Cebes, Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts

 

Xenophon / Joannes Sambucus - Aesop - Cebes, Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts

 

Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts

Ξενοφῶν, Xenophon / Joannes Sambucus — Αἴσωπος, Aesop — Κέβης Θηβαῖος, Cebes:

Xenophon: ΔΗΜΗΓΟΡΙΑΙ, hoc est Conciones aliqvot ex libris Xenophontis de Paedia Cyri, breuiores & selectiores, uersae pro tyronibus Graecae linguae, à Ioanne Sambuco Tirnauiensi Pannone. Additae sunt duae Orationes côtrariae, Critiae & Theramenis, ex libro secundo de Rebus gestis Graecorum. Ad haec, oratio, qvod oratores ante poetas à pueris cognoscendi sint, eodem Ioanne Sambuco autore. Adiectis quoq; Eisdem Poematijs aliquot, aliorum propediê edendorum uelut primitijs.

Basel: Johannes Oporinus, 1552.

Octavo. 155 x 97 mm. 137, [1], [1 weiße] Seiten. - Lagenkollation: A-H8, I4.
 

Aesop: Aesopi Phrygis Fabvlae Graece et Latine, cum alijs opusculis, quorum Index proxima refertur pagella.

Tübingen: Ulrich Morhard, 1546.

Octavo. 155 x 97 mm. 451, [4], [1 weiße] Seiten. - Lagenkollation: a-z8, A-E8, F4. Mit architektonischer Holzschnitt-Titel­umrahmung.
 

Cebes: ΚΕΒΗΤΟΣ ΘΗΒΑΙΟΥ ΠΙΝΑΣ. Cebetis Thebani Tabvla. Thedorico Adameo Interprete.

Paris: Ioan. Ludoicus Tiletanus, 1545.

Octavo. 155 x 97 mm. 51, [2], [3 weiße] Seiten. - Lagenkollation: A-C8, D4. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel.
 

Handgefertigtes Pergament-Kopert der Zeit, die beiden Bünde des Buchblockes mit gedrehten, durch das Rückenteil gezogenen Pergamentstreifen befestigt. Der Hinterdeckel ist verlängert in eine über den Vorderschnitt und etwa die Hälfte des Vorderdeckels reichende Klappe, die mit einer Messingschließe auf dem Vorderdeckel befestigt ist. Verblaßter kalligraphierter Titel auf dem über den Vorderschnitt liegenden Teil der Klappe. Vorsätze aus Streifen Manuskriptpergaments und jeweils einer Quartlage weißer Blätter, die hinten ebenfalls zweisprachig Griechisch-Latein mit Texten beschriftet sind, darunter ein kurzer Text: „de natura mulierum“. - Handgearbeitete moderne Buchkassette.

Drei antike Autoren in griechisch-lateinischem Paralleldruck, zusammengebunden in einem Pergament-Kopert des 16. Jahrhunderts:
¶ Xenophon mit einem Vorwort von Vitus Amerbach, dem Leben Xenophons nach Suidas, sowie auf die Auszüge aus der Cyropaedia folgend mit Texten von Lukian, Gedichten von Sambucus an verschiedene Humanisten, etc.
¶ Äsop enthält neben einer kurzen Biographie und den äsopischen Fabeln: Gabriae Graeci fabellae tres & quadraginta (...); Ex Aphthonij exercitamentis de fabula, tum de formicis & cicadis; De fabula ex imaginibus Philostrati; Homeri [gr.:] batrachomyomachia, hoc est, ranarum & murium pugna; Musaeus poeta vetustiss. de Ero & Leandro; Agapetus diaconus De officio regis ad Iustinianum Caesarum; Hippocratis iusiurandum; [gr.:] Galeômyomachia, hoc est, felium & murium pugna, tragoedia Graeca; sowie einen Index der Fabeln.
¶ Cebes: Dem griechischen Text ist eine lateinische Übertragung durch Theodor Adamaeus aus Schwallenberg (gest. 1540) in Geldern beigegeben; er verfaßte neben der vorliegenden Übersetzung Annotationen zu Prokop, Werke über Rhodos und die Einheit des Christentums. Der unter dem Namen ‚Cebes’ überlieferte Dialog gibt vor von dem antiken Philosophen Cebes, einem Schüler des Pythagoräers Philolaus und des Sokrates, zu stammen, wurde diesem jedoch wohl nur durch Zufall zugeschrieben. In ihm wird eine eklektische Doktrin dargelegt, die Plato, Aristoteles und der Stoa mehr als den Pythagoräern verpflichtet ist. Wie ein alter Titel sagt, wird das ganze menschliche Leben mit lebendigen Farben abgemalt, mit nützlicher Unterweisung, wie dasselbe vernünftig und bescheiden anzustellen sei (Ausg. Nürnberg, 1606).

Einband leicht fleckig; Vorderdeckel mit kleinem, hinterlegtem Abschnitt oben, sonst frisch. Exlibris auf vorderem zweiten fliegenden Vorsatz. Die ersten Blätter etwas eselsohrig. Titel von Xenophon mit altem Besitzeintrag; Titel von Äsop leicht angestaubt, sonst durchweg sehr frisch. Sieben der acht Seiten des hinteren Vorsatzes sind von einer Hand der Zeit mit griechischen Texten versehen. Sehr schöner Sammelband in äußerst seltener Einbandvariante.

Contemporary german wallet-binding of limp vellum, back cover extended to form an overlapping fore-edge flap, one clasp attached to flap. Small repair to upper cover. Printed in Greek type, with Latin translations. A beautiful, wide-margined copy in an impressive contemporary binding. - “‘Cebes’ Tablet’ participates in a pair of literary traditions that flourished throughout the Middle Ages. It is wisdom literature - ostensibly a distillation of the sapience pf the ancients - of a kind best known in the form of the ‘Disticha Catonis’; in addition it is also a personification allegory, in which, in the guise of human beings, various abstractions take part.“ David H. Carlson: English Humanist Books, p. 26.

I: Xenophon/Sambucus: Nicht bei Hoffmann, Hieronymus: Gr. Geist, BM STC & Adams.
II: Äsop: VD16 A420 – Hoffmann I,64. Nicht bei BM STC & Adams.
III: Cebes: Nicht bei Hoffmann, Schweiger, BM STC & Adams. – Bibliographien.

 

Für das Desinteresse deutscher Bibliophiler an Einbänden spricht die lange Zeit, die dieses Kopert bei mir verweilen durfte.