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De septem peccatis mortalibus

 

De septem peccatis mortalibus, Einband von René Kieffer

 

Peccatum mortale:

Incipit: Nouum insegneqz opusculum | pro Christi verbum euangelizâtibus: vbi plu|res & copiosi: & aurei sermones continentur:
Explicit fol. g6r: Venetijs per Ber|nardinum Benaliuz. | Venduntur in câpo | sancti Angeli î domo | ipsius impressoris.

Venedig: Bernardinus Benalius, s.a. [1520?].

Octavo. 144 x 93 mm. [59], [1 weiße] Seiten. – Lagenkollation: a-f4, g6 (fol. g6v weiß). Durchgehend gelb rubriziert.

Dunkelgrünblaues Maroquin um 1940 auf fünf erhabenen echten Bünden, auf den Rückenfeldern Kästchen aus goldgeprägten Doppellinien, die Bünde durch vergoldete Linien hervorgehoben. Auf den Deckeln ein Randrahmen aus einer Linien; durch weitere Linien werden quadratische und rechteckige Felder abgeteilt, von denen jene in den Ecken und mittig mit reicher fleural-ornamentaler Vergoldung aus Kurven, Punkten und Blättern im Stile Cobden-Sandersons gefüllt sind. Auf dem Vorderdeckel oberhalb und unterhalb des rechteckigen Mittelfeldes der Titel sowie Ort und Jahr in drei bzw. zwei Zeilen. Stehkanten mit blindgeprägter Linie, Innenkantenvergoldung aus fünf parallelen Linien. Dreifarbige handgestochene Kapitale, Rotschnitt, Vorsätze aus Kammarmor mit Schnecken. Signiert auf dem vorderen Einschlag unten: „René Kieffer“; auf dem ersten fliegenden Blatt verso oben sein Schildchen.

Enthält anfangs Predigten eines Unbekannten über die fünf Todsünden, dann Regeln zu einem religiösen Leben, und schließlich die Tafeln Thomas von Aquins zu den vier Evangelien und den Briefen.
¶ Exemplar Kiefers, das er zusammen mit vier weiteren Werken laut einer beiliegenden Quittung vom 03.01.1938 bei Escoffier erwarb, und dann für sich selbst besonders aufwendig einband.

Einband mit minimalen Bereibungen an den Kapitalen und Bünden. Erste fünf Blatt mit minimaler Fehlstelle in der unteren weißen Ecke. f2r und g1r mit durchgestrichener Marginalie im unteren weißen Rand; f4r mit Marginalie dort. Erstes Blatt leicht gebräunt, sonst meist frisch und wohlerhalten. Von großer Seltenheit.

Bound in dark greenish-blue morocco by René Kieffer (signed in gilt on the upper turn-in and with his ticket on the front endleaf verso), the covers tooled with gilt outer fillets and elaborately tooled with a design of gilt stems and leaves in five compartments. Lettered with the title on the front cover. Gilt panel spine.

BM STC 350 – Nicht bei Adams. Copinger II,5440 datiert falsch 1495, vgl. BMC V, p. xxxi.

 

Einbandvergoldung ist keine Sünde, selbst wenn sie einen langweiligen Text ziert.

Noch eines dieser von Kieffer erworbenen und für sich gebundenen Büchern verweilte einige Zeit bei mir, leider ohne bleibende photographische Spuren zu hinterlassen.

Bonaventura:
Pomvm crvcis S. Bonaventvre.
Kolophon: „Venetijs p(er) Simonê de Luê. 1508“
Venedig: Simon de Luere, 1508.
Octavo. 144 x 92 mm. [150], [2 weiße] Seiten. - Lagensignaturen: c-x4. Titel rot in Form eines Kreuzes gedruckt; durchgehend gelb rubriziert.
Dunkelgrünblaues Maroquin um 1940 auf fünf erhabenen echten Bünden, auf den Rückenfeldern Kästchen aus goldgeprägten Doppellinien, die Bünde durch vergoldete Linien hervorgehoben. Auf den Deckeln im Abstand von 11 mm zwei Randrahmen aus Doppellinien; durch zwei weitere Doppellinien wird ein Mittelfeld abgeteilt, in dem sich ein kleinerer, fast quadratischer Rahmen befindet, darin auf dem Vorderdeckel der Titel mit Jahr in vier Zeilen. Ober- und unterhalb dieses Mittelfeldes jeweils reiche fleural-ornamentale Vergoldung aus Kurven und schraffierten Blättern im Stile Cobden-Sandersons. Stehkanten mit blindgeprägter Linie, Innenkantenvergoldung aus fünf parallelen Linien. Dreifarbige handgestochene Kapitale, Rotschnitt, Vorsätze aus Kammarmor mit Schnecken. Signiert auf dem vorderen Einschlag unten: „René Kieffer“; auf dem ersten fliegenden Blatt verso oben sein Schildchen.
Johannes Fidanza (1217-1274) studierte in Paris als Schüler von Alexander von Hales Theologie; nachdem sein Lehrer 1236 in den Franzskanerorden eingetreten war, folgte er ihm 1243 und erhielt den Ordensnamen Bonaventura. 1482 wurde er heiliggesprochen, 1588 zum Kirchenlehrer („Doctor seraphicus“) proklamiert. Gibt jeweils größer gedruckt den Text von Matthäus XXVI und XXVII und daran anschließend, kleiner gedruckt den Kommentar von Bonaventura.
Exemplar Kiefers selbst, das er zusammen mit vier weiteren Werken laut Quittung vom 03.01.1938 bei Escoffier erwarb, und dann für sich selbst besonders aufwendig band.
Erstes und letzte vier Blatt teils etwas fleckig; wenige saubere Randanstreichungen v. a. H. in Tinte. Schönes Exemplar des seltenen Werkes.
Bound in dark greenish-blue morocco by René Kieffer (signed in gilt on the upper turn-in and with his ticket on the front endleaf verso), the covers tooled with gilt outer fillets and elaborately tooled with a design of gilt stems and leaves in five compartments. Lettered with the title on the front cover. Gilt panel spine.
BM STC 103. Nicht bei Adams.