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Alexander von Humboldt:
Essai sur la Géographie des plantes

 

Alexander von Humboldt: Essai sur la Géographie des plantes, 1807

 

Alexander von Humboldt: Essai sur la Géographie des plantes, 1807

 

Alexander von Humboldt:

Serientitel: Voyage de Humboldt et Bonpland. Première partie. Physique générale, et relation historique du voyage. Premier volume, Contenant un Essai sur la Géographie des plantes, accompagné d’un Tableau physique des régions équinoxiales, et servant d’introduction à l’Ouvrage.
Haupttitel: Essai sur la Géographie des plantes, accompagné d’un Tableau physique des régions équinoxiales, Fondé sur des mesures exécutées, depuis le dixième degré de latitude boréale jusqu’au dixième degré de latitude australe, pendant les années 1799, 1800, 1801, 1802 et 1803. Par Al. de Humboldt et A. Bonpland. Rédigé par Al. de Humboldt.

Tübingen: Schoell und Cotta, 1807.

Quarto. 335 x 242 mm. [5] Bll. (incl. gestochene Widmung), Ss. (V)-XII, Ss. (13)-155.

Marmoriertes Kalbleder der Zeit mit fünf erhabenen Bünden auf dem Rücken und reicher Rückenvergoldung, auf dem zweiten und vierten Feld je ein rotes bzw. dunkelgrünes Titelschild. Die Deckel mit geprägtem, dunkelgefärbtem Randrahmen zwischen vergoldeten Linien, darauffolgend eine vergoldete Bordüre, auf den Ecken fleurale Ornamente. Stehkantenvergoldung.

Dies ist der als erster erschienene Band, eigentlich jedoch Partie 5, des amerikanischen Reisewerkes, „dem kostbarsten, je von einer Privatperson herausgegebenen Œuvres dieses Genres“ (K. R. Biermann & U. Leitner in: „Aus dem Antiquariat“ 7,1995, S. A241). Es wurde seit 1805 an ihm gedruckt, weshalb Varianten der Titel existieren. Das Titelblatt sowie die gestochene Widmung an die französischen Botaniker Jussieu und Desfontaines sind abgebildet bei K. Schleucher: Alexander von Humboldt, pp. 418 & 419. Das Gesamtwerk war mit 2573 Talern zu teuer, die Königliche Bibliothek besaß eine komplette Folge, doch in der Privatbibliothek des Königs wie auch in Humboldts eigener befanden sich unvollständige, „weil auch dem Könige die Fortsetzungen zu hoch gekommen sind.“ Brief Humboldts an Berghaus, 1830, angeführt bei Scurla, p. 235. Die Exemplare auf Vélin haben zudem etwa 150% der normalen gekostet.
¶ Dies Werk mitbegründete die Pflanzenbiographie: „Hier legte Humboldt eines der wesentlichen Ergebnisse seiner Amerikareise vor: die geographische Verteilung der Vegetation und die Abhängigkeit des Pflanzenwuchses von den physischen Bedingungen. In diesem Buch scheint der Versuch, wissenschaftliche Ergebnisse in einer anschaulichen, poetischen Sprache leicht verständlich auszudrücken, besonders gelungen.“ (U. Leitner).
Provenienz: Exlibris und Stempel von Dr. Graf v. Matuschka.

Einband an den Kanten etwas berieben, die ersten Blätter etwas stockfleckig. Exlibris. Stempel auf Titeln oben. Es fehlt die Falttafel „Géographie des Plantes équinoxiales“, die eigentlich am Schluß miteingebunden werden sollte, hier jedoch nie war. Insgesamt sehr schönes Exemplar des wertvollen Buches, gedruckt auf festes Vélin-Papier, in einem entsprechend kostbaren Einband.

Graesse III,389: „Rare“ – Fiedler/Leitner 4.8 – Bibliographien.

 

Und die Gegenwart, 200 Jahre, Abholzung und Brände im Regenwald später: Livestock’s long shadow, environmental issues and options. Food and agriculture organization of the United Nations. Rome, 2006.