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Ἡρωδιανός:
Herodiani historiarum lib. VIII.

 

Herodiani historiarum lib. VIII

 

Herodiani historiarum lib. VIII

 

Ἡρωδιανός:

ΗΡΟΔΙAΝΟΥ ΙΣΤΟΡΙΩΝ | ΒΙΒΛΙΑ· Η· || Herodiani historiarum lib· VIII· | græce pariter, & latine.
Kolophon fol. M4v: Venetijs in ædibus Aldi mense Septembri | M. D. XXIIII.
Fol. 11r: HERODIANI HISTO-|RIARVM LI-|BRI VIII.
Kolophon fol. 129v: VENETIIS IN AEDIBVS AL|DI, ET ANDREAE ASV|LANI SOCERI, MEN|SE SEPTEMBRI. | M. D. XXIIII. Fol. 1210v Signet 3.

Venedig: Aldus / Andreas Torresanus, 1524.

Octavo. 162 x 97 mm. [2], [2 weiße], [92] Blätter; 97, [1] Blätter. – Lagenkollation: [a]4, A-L8, M4; 1-118, 1210. Mit dem Holzschnittsignet n° 3 auf Titel und letztem Blatt.
Inhalt: fol. [a]1r: Titel — fol. [a]1v: weiß — fol. [a]2r: Franciscus Asulanus: Epistula lectori — fol. [a]3r-[a]4v: weiß — fol. 1r: Herodianus: Historiarum libri VIII (griechischer Text) — fol. 92v: Lagenverzeichnis, Kolophon. — fol. 1r: Titel — fol. 1v: weiß — fol. 2r: Franciscus Asulanus: Epistula lectori — fol. 2v: weiß — fol. 3r: Angelus Politianus: Epistula Andreae Magnanimo — fol. 4r: Idem: Praefatio in Herodiani historiam — fol. 5r: Herodianus: Historiae libri VIII (Latine), Angelo Politiano interprete — fol. 97v: Lagenverzeichnis, Kolophon — fol. 1210r: weiß — fol. 1210v: Signet.

Französisches (Pariser?) braunes Kalbleder der Zeit über Pappdeckeln. Der Rücken mit fünf echten Bünden und auf den Feldern in blindgeprägten Rahmen mittig je ein vergoldeter fleuraler Stempel. Deckel mit Randrahmen aus blindgeprägter Linie sowie ein innerer aus drei, von denen die mittlere etwas dicker ist. Vergoldete fleurale Eckornamente, die vom Innenrahmen nach außen weisen sowie ein Mittelornament aus hochstehendem Quadrat, darinnen vier fleurale Eckornamente mit schraffierter Füllung, ein Mittelteil aus konkaven Linien und einem Kleeblatt im Zentrum. Handgestochene Kapitale in grüner, oben restauriert weißer Seide, Gelbschnitt.

Erste Separatausgabe des griechischen Textes. Der wohl aus Syrien stammende Verfasser, der schon Commodus (180-192) erlebte, war möglicherweise im Palastdienst tätig; seine in acht Bücher unterteilte Kaisergeschichte umfaßt die Jahre 180-238 und reicht damit vom Tod Mark Aurels bis zur Thronbesteigung Gordians III. Sie beschreibt im attizistisch-rhetorischen Stil die äußeren Ereignisse und tritt in farbiger Sprache für das Senatskaisertum ein. Anleihen bei den Klassikern und zahlreiche Reden unterstützen den Diskurs. Sein Text ist Quelle für die Historia Augusta, Johannes Antiochenus u. a.
¶ Diese erste Separatausgabe des griechischen Textes ist in der vierten griechischen Type gedruckt und erstmals im Xenophon des Jahres 1503 erschienen, wo auch die lateinische Übersetzung des berühmten Florentiner Humanisten Angelo Poliziano angekündigt war, ohne jedoch beigegeben zu sein. Sie ist hier in einer feinen Kursive gedruckt. Noch schönes Exemplar in zeitgenössischem Einband, der durch eine schlichte Eleganz besticht.

Einband stellenweise berieben, etwas fleckig und bestoßen, Bezug an den Ecken mit kleinen Fehlstellen, Rücken unter Verwendung des alten Materials erneuert, Schließbänder aus lachsfarbener Seide v. a. H. bis auf Reste entfernt, auf dem Hinterdeckel eine kleine restaurierte Fehlstelle. Innen kaum fleckig, nur das erste und letzte Blatt etwas fleckig; zwei kleine Tintenflecke auf dem Schnitt; letzte Bll. vorn etwas schwächer; sonst sauber und breitrandig. Zur Blattgröße vgl. Fletcher, p. 88 sqq. Die maximale Höhe von 166 mm erreicht eine Oktav-Aldine in der Leningrader Bibliothek. Dies Exemplar ist also beinahe perfekt in den Seitenverhältnissen. Provenienz: 1. Eintrag auf Titel unter dem Signet: „Thomas Dufosse“. 2. Eintrag auf Titel oben: „Thomas“, dem entspricht auf dem sechsten fl. Bl. vorn: „Joseph Thomas“. 3. Auf zweitem fl. Bl. vorn: „Herodien, Grec, Latin, | Ex libris H. Giral. | Valeur 9 fr. Paris.“

The History of the Roman empire, from the death of Marcus Aurelius to the commencement of the reign of Gordian III, 180 - 238 A.D., by the 3rd-century Greek historian Herodian. The Greek version is followed by the Latin version of Politian. Although Politians Latin version of Herodian was mentioned on the title-page of the 1503 Aldine edition of Xenophon, it did not appear there. The present edition contains short prefaces by Franciscus Asulanus.

Renouard 98,2 – Adams H377 – BM STC 326 – Brunet III,120 – Ebert 9517: „Gute Exx. sind selten.“ – Bibliographien.
Die Abbildungen stammen aus meinem Katalog Nr. 7 und geben nicht den originalen Zustand wieder!