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Johann Wolfgang von Goethe:
Der komplette „Faust“ der Doves Press

 

Johann Wolfgang von Goethe: Faust, Doves Press

 

Der komplette „Faust“ der Doves Press:

Johann Wolfgang von Goethe:

Faust. Eine Tragoedie von Goethe.
Faust. Eine Tragoedie von Goethe. Zweiter Theil.

Faust I: Hammersmith: Doves Press, 1906. — Faust II: Hammersmith: Doves Press, 1910.

Faust I: Quarto. ca. 235 x 165 mm. 260, [1], [3 weiße] Seiten. — Faust II: Quarto. ca. 235 x 165 mm. 373, [1], [2 weiße] Seiten. Beide Bände durchgehend in rot und schwarz gedruckt, mit zahlreichen größeren Initialen.

Zwei flexible Original-Pergamenteinbände aus fein gemasertem Kalbpergament mit goldgeprägten Rückentiteln: „FAUST“ bzw. „FAUST II“. Unbeschnitten; Heftfaden mattgrüne Seide; dem Vorsatz folgen bei Band II vorn und hinten jeweils eine Lage aus vier weißen Blättern. Beide Bände signiert auf dem hinteren Innendeckel unten „THE DOVES BINDERY“. Beide Bände in handgefertigten Schubern, diese mit faserigem Büttenpapier bezogen, die Vorderkanten mit Pergament verstärkt, innen mit Samt gefüttert.

Band eins noch zusammen von Cobden-Sanderson und Emery Walker gedruckt, Band zwei allein von Cobden-Sanderson; die Initialen beider Bände geschnitten von A. E. R. Gill nach Edward Johnston; cf. die Abbildung bei Anna Simons: „Edward Johnston und die englische Schriftkunst“, Seite 9.
¶ Band I: eins von nur 300 Exemplaren auf Papier, Gesamtauflage 325 Exx.; Band II: eins von nur 250 Exemplaren auf Papier, Gesamtauflage 275 Exx. Der komplizierte Druck des umfangreichen zweiten Teils muß sich mindestens von September 1909 bis Juni 1910 hingezogen haben, cf. „Journals“ II,157.
¶ Obgleich die Type der Doves Press zu mancher Zeit als undeutsch und zum Faust, diesem, wie manche meinen, deutschesten der deutschen Texte, als unpassend empfunden wurde, ist dies eines der gelungensten Werke der Presse, klarer gestaltet als die meisten der Shakespeareschen Dramen durch Zentrierung der rot gedruckten ‚dramatis personae’ und Bühnenanweisungen. Diese Weite und Klarheit der Typographie entrückt den ersten Teil seiner Enge und trägt im zweiten den antiken Charakter der Tragödie mit. Wohl eine der schönsten Faust-Ausgaben, die je gedruckt wurden, und „one of the most beautiful books produced at the Doves Press“ (Tidcombe, p. 50).

Band I: Rücken mit schwacher Knickspur. Wenige Blätter zweier Lagen papierbedingt fast unmerklich gebräunt. Seiten 38 und 39 falsch numeriert: 30 und 31, ein Fehler, der von Tidcombe nicht bemerkt wurde. Band II: Rücken mit schwacher Knickspur, Hinterdeckel mit schwachem Fleck; obere Außenecke beinahe kaum merklich gestaucht. Insgesamt schönes und ungewöhnlich frisches Exemplar des komplett sehr seltenen Druckes.

Two volumes, the complete set, original limp vellum, spine gilt with title. A near fine copy. Small 4to. Printed in red and black throughout. Vol. I: one of 300 copies on paper. Vol. II: one of 250 copies on paper. The text was taken from the 1887 Weimar edition. “Goethe called his play a tragedy; in fact, it is rather a comedy in the sense of Dante’s ‘Divina Commedia’, as it ends with the ultimate salvation of the hero.” PMM 298.

Tidcombe DP10 & DP20 – Tomkinson 55,10 & 56,20 – Schauer II,2 – Ransom 251,10.

 

Überschrift und Initiale retten die Druckseite aus der erzeugten Eintönigkeit. Der Abstand von V und W zu folgenden Buchstaben ist zu groß, und um Ligaturen machte sich TJ-CS keine Gedanken.


Order Form

In May 1910 will be published at The Doves Press | No. 15 UPPER MALL HAMMERSMITH | GOETHES FAUST: ZWEITER THEIL.
Hammersmith: Doves Press, 1910.
Quarto. ca. 233 x 166 mm. Einseitig bedrucktes Blatt. In rot und schwarz gedruckt.
Ankündigung des zweiten Faust-Bandes, der erste war bereits 1906 erschienen.
Wie stets Mittelfalz vom Versand, sonst gut.
Tidcombe DPE35. Cf. Tomkinson p. 51.

Seine Handschrift war lebendiger:
Cobden-Sanderson Autograph

Thomas James Cobden-Sanderson. Eigenhändiger Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Hammersmith, 26. October 1914.
226 x 173 mm. [1], [1 weiße] Seiten.
Einseitig beschriebenes loses Blatt. Insgesamt, mit Absender und Unterschrift, fünfzehn Zeilen.
An einen Mr. W. M. Carpenter bezüglich einer auf dem Weg nach Amerika verloren gegangenen Sendung des „Coriolan“ der Doves Press mit Mutmaßung über deren möglichen Verbleib und dem Angebot von Nachforschung bei der englischen Post.
Zwei Längs- und eine Querfalte, ein kleiner hinterlegter Einriß am oberen weißen Rand, sonst gut.
Autograph letter by T. J. Cobden-Sanderson to Mr. W. M. Carpenter in America, [1] p, verso blank. A copy of the Coriolan edition of the Doves Press has miscarried. Small marginal tear, folded thrice.