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Dante Alighieri: Monarchie. München: Rupprecht-Presse, 1923

Ghibellinen & Guelfen

Dante Alighieri:

Monarchie. Übertragen von Wolfram von den Steinen.

München: Rupprecht-Presse, 1923.

Quarto. ca. 294 × 195 mm. [6 weiße], 87, [3], [4 weiße] Seiten. Mit drei Holzschnitt-Initialen.

Handgefertigter, moderner dunkelblauer Maroquinband mit goldgeprägtem Rückentitel. Unbeschnitten, meist unaufgeschnitten.

Eins von nur 150 in der Druckpresse numerierten Exemplaren. Im Auftrage von Oskar Beck unter der Druckleitung von F. H. Ehmcke in dessen Mittel Ehmcke-Mediäval mit der Hand auf handgeschöpftes Zanders-Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse und „JWZanders“ gedruckt. Unter dem Kolophon das Pressensignet in schwarz. Das erste aus der Ehmcke-Mediäval gesetzte Buch der Presse. Der Textanfang mit Initiale „F“ findet sich in „Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik“. 61. Jg., Heft 4, „Sonderheft: Deutsche Pressen- und bibliophile Reihendrucke“, Leipzig, 1924; Beilage Nr. 19 nach p. 378, jedoch mit Abweichungen zum endgültigen Satz.

Schönes Exemplar.

Modern dark blue morocco, gilt title on spine, uncut, unopened. One of 150 numbered copies printed. A fine copy.

25. Buch der Rupprechtpresse. Backe 25 – Rodenberg 132,24 (mit Abbildung einer Druckseite im Abbildungsteil) – Schauer II,21. – Bibliographien.

„Und so glaube ich denn nun das vorgesteckte Ziel erreicht zu haben. Denn enthüllt ist die Wahrheit jener Untersuchung, welche die Frage betraf, ob die Monarchie zum Heile der Welt nothwendig sei, sowie die zweite, ob das römische Volk sich mit Recht die Herrschaft angeeignet habe, und die dritte und letzte, ob das Ansehen des Monarchen von irgend einem Andern oder von Gott unmittelbar abhange?“ — Übersetzt von Karl Ludwig Kannegießer.

 

Rupprecht-Presse

Die Rupprecht-Presse wurde 1913 von Fritz Helmuth Ehmcke (1878-1965) in München gegründet und bestand bis 1934; sie ist nach dem damaligen bayerischen Kronprinzen (1869-1955) benannt, es erschienen innerhalb dieses Zeitraums 57 Drucke, die von Walter C. F. Hirth, später von der C. H. Beck’schen Verlagsbuchhandlung verlegt wurden. Karl Wolfskehl (1869-1948), Mitglied im Münchner Kreis um Stefan George, beriet ihn bei der Textauswahl. Die Werke der Presse wurden mit von Ehmcke entworfenen, jeweils zum Inhalt passenden Schrifttypen gesetzt, nur gelegentlich dienten von ihm oder Anna Simons gefertigte Holzschnitte oder handgemalte Initialen als Buchschmuck. Mittels des Handsatzes sollte der Reiz technischer Unvollkommenheit gegenüber der Glätte maschineller Produktion erhalten bleiben.

Ich bot recht viele Drucke dieser Presse an, deren typographische Gestaltung abwechselungsreich ist. Auch die Originalhefte bzw. -pappbände wurden handwerklich aufwendig sowie farbenfreudig gestaltet:

Rupprecht-Presse
H. v. Kleist: Germania an ihre Kinder
Rupprecht-Presse
B. G. Niebuhr: Carsten Niebuhrs Leben
Rupprecht-Presse
H. v. Hofmannsthal: Semiramis. Die beiden Goetter
Rupprecht-Presse
Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater
Rupprecht-Presse
Jean Paul: Flüchtiger Plan zu einem Jubiläum des Mülanzer Galgens
Rupprecht-Presse
Schelling: Bruno oder ueber das goettliche und natuerliche Prinzip der Dinge
Rupprecht-Presse
Karl Wolfskehl: Buecher. Buecher. Buecher. Buecher. Elemente der Bücherliebeskunst


 Es wurden jedoch auch Exemplare in handgefertigten Ledereinbänden hergestellt, z. B.:

 

Alfons Marguliés (Hrsg.):
Volks-Lieder der Serben.
München: Rupprechtpresse, 1924.
Quarto. ca. 260 × 194 mm. 126, [1]w., [1] Ss.
Handgebunder mittelbrauner, ungeglätteter Originalmaroquinband nach dem Entwurf von F. H. Ehmcke mit fünf erhabenen Bünden auf dem Rücken, die durch Mäander-ähnliche Vergoldung aus aneinandergereihten M-förmigen, abwechselnd aufrecht- und kopfstehenden Einzelstempeln abgesetzt sind; Titel auf zweitem Feld. Die Deckel mit vergoldeten Mäander-ähnlichen Randrahmen aus den auf dem Rücken verwendeten Stempeln, auf dem Vorderdeckel zusätzlich ein kreisförmiges, goldgeprägtes großes Mittelornament, das aus einzelnen Sternen, Strahlen, Kreisen und Monden zusammengesetzt ist. Steh- und Innenkantenvergoldung aus aneinandergereihten schmaleren Einzelstempeln mit demselben Motiv wie auf Deckel und Rücken. Die originalen, braun-schwarzen Kleisterpapiere als Vorsätze miteingebunden. Handgestochene, rote Seidenkapitale; Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten.

¶ Eins von nur 150 in der Presse numerierten Exemplaren. Gedruckt im Auftrage von H. Beck in der Ehmcke-Mediaeval auf Zanders-Bütten mit dem Pressensignet als Wasserzeichen. Übersetzung aus dem Serbischen von Talvi, i. e. Therese Albertine Luise Robinson.
Schönes, fast neuwertiges Exemplar im seltenen Original-Ganzlederband.
31. Buch der Rupprechtpresse. Schauer II,21 – Rodenberg: Nachtrag 58,31.
Marguliés: Volks-Lieder der Serben