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Algernon Charles Swinburne: Pasiphae. A PoemAbbildungenDeskriptionAnmerkung

‘Pricks to the bone, biting her flesh with teeth’

Algernon Charles Swinburne:

Pasiphaë. A Poem.

London: Golden Cockerell Press, 1950.

Octavo. ca. 226 × 143 mm. 40 Seiten. Mit sechs, teils seitengroßen Original-Radierungen von John Buckland-Wright.

Original-Leinwand mit blauem, bis zur Hälfte auf die Deckel reichendem Rückenbezug, der Deckelrest mit mattgelbem Leinen bezogen. Goldgeprägter Rückentitel und ebensolche Deckelvignette: ein Stierkopf mit einer angedeuteten Sonnenscheibe darüber; Kopfgoldschnitt, vorn und unten unbeschnitten.

Eins von nur 400 handnumerierten Exemplaren, Gesamtauflage 500 Exemplare. Gedruckt in der Bembo-Type auf handgeschöpftes Bütten. – „Ignored by editors and critics, the poem is nevertheless comparable with his [Swinburne’s] finest work ...“ (Cock-a-hoop). Erste nach dem Manuskript in der British Library durchgesehene Neuausgabe des Textes.

Schönes, fast neuwertiges Exemplar.

Original cloth, gilt, upper edge gilt. One of 400 copies, of a total edition of 500. Fine.

Cock-a-hoop 185.

 

“In Greek mythology Poseidon bewitched the goddess Pasiphaë into falling in love with a bull, after her husband, King Minos, had reneged on sacrificing it to the sea god. Pasiphaë had Daedalus, the master craftsman, build for her a hollow wooden cow so that she could consummate her love. The Minotaur was the issue of this union. In the poem Pasiphaë’s love is depicted in violent terms: it ‘Pricks to the bone, biting her flesh with teeth.’ The prospect of the union does not assuage her, for as she tells Daedalus, ‘My thought says healing while my tongue says hurt.’” — Kathryn L. Beam: Swinburne, A Radical Victorian, p. 19.
 

John Buckland Wright (1897 – 1954), Maler und Zeichner, Radierer und Graveur, war Autodidakt und entwickelte sich zum Meister der Druckgrafik mit sicherer, wirbelnder Linie. Er wurde in Dunedin, Neuseeland, geboren, studierte Geschichte in Oxford sowie Architektur in London. Doch wollte er eher ein Künstler als ein Architekt werden. Ab 1921 lebte er in Belgien, wo er 1925 zum Mitglied der Gravure Originale Belge gewählt wurde. Er war auch Mitglied von Xylographes Belges. In den 1930er Jahren lebte und arbeitete er in Paris. Er hatte Einzelausstellungen in London und auf dem Kontinent. Arbeiten von ihm werden im Victoria & Albert Museum, British Museum und anderen Galerien und Museen in Europa und Amerika aufbewahrt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab er seine Fähigkeiten weiter, indem er ab 1948 an der Camberwell School of Arts and Crafts und ab 1953 an der Slade School of Fine Art Radierung und Gravur unterrichtete. Er illustrierte mehr als 50 Bücher.