Startseite

Il nuovo ed eterno testamento di Giesu ChristoAbbildungenDeskriptionAnmerkungBertrand Russell: Is There a God?Donatien Alphonse François de SadeVerweise

97 Holzschnitte von Bernard Solomon

Biblia italia, NT

Il nvovo ed eterno teſtamento di Gieſv Chriſto.

Lyon: Jean de Tournes & Guillaume Gazeau, 1556.

Sedecimo. 120 × 77 mm. 500, [1], [1 weiße], [1], [1 weiße] - 377, [6], [1 weiße] Seiten. – Lagenkollation: a-z8, aa-hh8, ii4 – A-Z8, aa8. Mit 97 Holzschnitten von Bernard Solomon, davon fünf wiederholt; arabeske Holzschnittumrahmung des Titels (= Cartier I, p. 79, Arabesque no. 1), arabesken Zierstücken zu den jeweiligen Incipits, sowie Holzschnittinitialen in drei Größen.

Handgefertigter Lyoner Einband der Zeit (126 × 85 × 50 mm) aus naturfarbenem Kalbleder mit Resten von Wachsfabenmalerei. Der glatte, leicht gerundete Rücken wird durch vier breite, vergoldete und teils mit schwarzer Wachsfarbe abgesetzte Bänder aus Palmetten und mauresken Stempeln eingeteilt, die durch doppelte goldgeprägte Linien begrenzt sind. Auf den Feldern je mittig eine ovale Kartusche auf Pointillé-Grund. Die Deckel mit Randrahmen aus drei vergoldeten Linien, durch schwarze und weiße Wachsfarbenmalerei gefüllt; reich vergoldete Eckstücke mit Bandwerk und Mauresken auf schraffiertem bzw. Pointillé-Grund. Mittig je eine große Plakette aus Bandwerk und Mauresken, gehöht mit weißer und schwarzer Wachsfarbenmalerei, um ein freigelassenes ovales Feld. Der Rest der Deckelflächen mit einem Semé aus kleinen Dreiblättern (trèfles, trifolia) gefüllt. Stehkantenvergoldung nahe den Kapitalen. Naturfarbene handgestochene Kapitale, Schnitt vergoldet und reich gepunzt mit einem dezent durch hellbraune Farbe hervorgehobenem, maureskem Muster innerhalb von Bändern. In mittelbraunem, gefüttertem Klappkasten des 20. Jh. mit goldgeprägtem Lederrückenschild.
 Dieser Dekorationsstil geht auf persische Vorbilder zurück, wurde Ende des 15. Jh. in Venedig (cf. De Marinis: Legatura artistica II, Nr. 1648, Abb. 286 und Nr. 1644bis, Abb. C26), in der zweiten Hälfte des 16. Jh. in Paris und Lyon aufgegriffen und verbreitete sich, mehr oder weniger vom örtlichen Geschmack beeinflußt, über die Länder Europas (England: cf. Needham: Twelve Centuries, Nrr. 85-87 – Deutschland: cf. von Arnim: Europäische Einbandkunst, Nr. 66, „auf welsche Art gebunden“ – Niederlande: cf. ebenda, Nr. 74). Einbandkunde.

Zweite Ausgabe dieser protestantischen Übersetzung von Massimo Teofilo, die erste illustrierte. Zuvor erschien der Text 1551 ebenfalls zu Lyon bei Jean Frellon (= Lumini 276). Sie basiert auf Bruciolis für die Emigranten aus Savoyen gedachter Übersetzung von 1530/1532, die stilistisch überarbeitetet wurde, dem NT der lateinischen Zürcher Bibel, die 1543-1544 bei Christoph Froschauer erschienen war und von Rudolf Gwalter bearbeitet wurde, und - natürlich - dem Neuem Testament des Erasmus. Teofilo wurde der Häresie angeklagt, jedoch nicht verurteilt; seine Übersetzung wird auf dem Index von 1559 aufgeführt, jedoch nicht auf dem von 1564. “Massimo Teofilo undertook a new Italian translation of the New Testament from Greek, published at Lyon in 1551 and 1556 with a translation of Calvin’s preface to Olivétan’s French version (1535).”
— Grantley McDonald: Editions and Translations of the Bible in the Renaissance. p. 12. In: Marco Sgarbi & al.: Encyclopedia of Renaissance Philosophy. Springer, 2021.
 Die für den Druck des Textes verwandte Kursive wird Robert Granjon zugeschrieben, cf. Johnson: Granjon, Typen 9-10 und Abb. 8-9.
 Die 97 Holzschnitte im Format von ca. 63 × 49 mm stammen von Bernard Solomon (um 1508-1561), wohl ein Schüler Jean Cousins, der hauptsächlich für den Lyoner Verleger Jean de Tournes arbeitete, cf. Thieme/B. XXIX,354. Seine Urheberschaft wird belegt durch eine bei A. Bernard: „Geofroy Tory“, p. 336 zitierte Passage der Vorrede Samuel de Tournes’ zur dessen Genfer Bibelausgabe von 1680. Ob er seine Illustrationen auch selbst in Holz schnitt, wie es du Verdier 1585 annahm, bleibt zweifelhaft, mag aber zumindest für einen Teil zutreffen. Der ganze Set zur Bibel wurde 1555 abgeschlossen; 86 Holzschnitte zum Neuen Testament erschienen erstmals 1553, der Standard besteht im folgenen aus 95 Illustrationen, wobei die Anzahl der verwendeten Holzschnitte in jeder der damit versehenen Ausgaben variiert. Vorlage jener zum Neuen Testament waren wohl die von Sebastian Gryphius verwandten Bibel-Illustrationen, während jene zur Offenbarung auf die von Janots Apokalypse (Mortimer 75) zurückgehen: „But the cumulative effect of Salomon’s carefully detailed scenes ist that of an individual contribution to Bible ilustration“ (Mortimer I, p. 109). „Die vorzüglichsten Arbeiten Salomons sind außer einzelnen Titelumrahmungen und Autorportraits die Bilderfolgen zu Petrarca und zu Alciats Emblemen (1547), die ’Quadrins de la Bible et figures du nouveau testament’ (...). Der Erfolg dieser Illustrationswerke ist sehr groß gewesen, sie sind in vielen Ausgaben verbreitet worden und haben vielfach als Vorbilder für kunstgewerbliche Arbeiten gedient“ (Paul Kristeller: „Kupferstich und Holzschnitt“, 1922, p. 340).
 Dies ein Exemplar der auch von Cartier beschriebenen Variante mit nur zwei weißen Seiten in Lage ii: auf Seite ii3r befindet sich ein kurzer historischer Überblick zum NT, auf Seite ii4r ein maureskes Zierstück. Diese Seiten sind in zwei der bei Adams erwähnten Vergleichsexemplare unbedruckt verblieben, so daß in jenen Exemplaren die Lage ii mit vier weißen Seiten abschließt, cf. Lumini, mit falscher Kollation: „c. ii4-6 bianche“.

Die beiden hinteren Ecken und die Gelenke oben und unten fachmännisch und nahezu unmerklich restauriert, Bindebänder entfernt. Die Wachsfarbenmalerei teils berieben bzw. abgeblättert, jedoch völlig unrestauriert und ohne spätere Übermalungen, was selten ist. Kaum wahrnehmbarer Wasserrand in der unteren Vorderecke des zweiten Teils, untere Ecken von foll. f5 + 6 unauffällig ergänzt. Breitrandig, das (inkomplette) Exemplar der British and Foreign Bible Society mißt nur 112 × 72 mm. Sehr schönes, frisches Exemplar des äußerst seltenen Druckes in einem hervorragenden, zeitgenössischen Einband.

Contemporary Lyonnese light-brown calf (127 × 83 mm), richly gilt and enamelled. On sides, outer border of triple gilt fillets heightened with black and white paint, gilt cornerpieces with raised strapwork and arabesques on azured and pointillé ground, large central raised strapwork and arabesque plaquette enclosing an oval shield, heightened with white and black enamel, the interstices filled with a semé of small gilt trefoils; on flat spine four broad bands formed by palmette and arabesque tools, outlined with double gilt fillets and partly painted black, in the compartments a solid oval arabesque cartouche on pontillé ground; edges gilt and gauffered to an elegant arabesque pattern. The strictly contemporary binding is typical Lyonnese work and is in very fresh condition. Substantial traces of the original enamelling remain which has not been repainted, as is so often the case; minor skillful repairs to spine and corners. Nearly unvisible, very light marginal waterstain in lower corner of second part. 20th-century brown cloth folding case, morocco lettering-piece gilt.
 First illustrated edition of Massimo Teofilo’s Protestant Italian translation, based on the Latin Froschauer Bible of 1543-1544, the Erasmian NT, and on Brucioli’s earlier version of 1530/32, but much improved in style. It contains the complete set of Bernard Salomon’s Bible woodcuts which de Tournes had first published, with brief French and Italian texts, in 1552/53. The fount for the small Italic type has been attributed to Robert Granjon, see Johnson: Granjon, types 9-10 and figs. 8-9. A beautiful, wide-margined copy.

Cartier II,325 – Lumini 280 – Darlow/Moule II,ii,5590 – Mortimer: French 84 – Adams B1787 – Brunet V,754 & Suppl. II,747 („Fort rare“) – Bibliographien.

 

Ce que signifie ce mot Religion

La crainte qui a fait les Dieux a fait aussi la Religion et, depuis que les hommes se sont mis en tête qu’il y avait des anges invisibles qui étaient cause de leur bonne ou mauvaise fortune, ils ont renoncé au bon sens et à la raison, et ils ont pris leurs chimères pour autant de divinités qui avaient soin de leur conduite. Après donc s’être forgé des Dieux, ils voulurent savoir quelle était leur nature, et s’imaginant qu’ils devaient être de la même substance que l’âme, qu’ils croient ressembler aux fantômes qui paraissent dans le miroir ou pendant le sommeil ; ils crurent que leurs Dieux étaient des substances réelles ; mais si ténues et si subtiles que, pour les distinguer des Corps, ils les appelèrent, Esprits, bien que ces corps et ces esprits ne soient, en effet, qu’une même chose, et ne diffèrent que du plus ou moins, puisqu’être Esprit ou incorporel, est une chose incompréhensible. La raison est que tout esprit a une figure qui lui est propre, et qu’il est renfermé dans quelque lieu, c’est-à-dire qu’il a des bornes, et que, par conséquent, c’est un corps, quelque subtil qu’on le suppose.
Traité des trois imposteurs. Chapitre III, Ce que signifie ce mot Religion, § 2. A Yverdon: De l’Imprimerie du Professeur de Felice, 1768.
Eine deutsche Übersetzung des 18. Jh.: Spinoza II. oder Subiroth Sopim. Rom: bey der Witwe Bona Spes, 5770, i. e. Berlin: Vieweg, 1787.
Die lateinische Version mit deutscher Übersetzung: De tribus impostoribus · Die drei Betrüger.

 

Flavius Claudius Iulianus: Against the Galilaeans.

 

Bertrand Russell: Is There a God?

The question whether there is a God is one which is decided on very different grounds by different communities and different individuals. The immense majority of mankind accept the prevailing opinion of their own community. In the earliest times of which we have definite history everybody believed in many gods. It was the Jews who first believed in only one. The first commandment, when it was new, was very difficult to obey because the Jews had believed that Baal and Ashtaroth and Dagon and Moloch and the rest were real gods but were wicked because they helped the enemies of the Jews. The step from a belief that these gods were wicked to the belief that they did not exist was a difficult one. There was a time, namely that of Antiochus IV, when a vigorous attempt was made to Hellenize the Jews. Antiochus decreed that they should eat pork, abandon circumcision, and take baths. Most of the Jews in Jerusalem submitted, but in country places resistance was more stubborn and under the leadership of the Maccabees the Jews at last established their right to their peculiar tenets and customs. Monotheism, which at the beginning of the Antiochan persecution had been the creed of only part of one very small nation, was adopted by Christianity and later by Islam, and so became dominant throughout the whole of the world west of India. From India eastward, it had no success: Hinduism had many gods; Buddhism in its primitive form had none; and Confucianism had none from the eleventh century onward. But, if the truth of a religion is to be judged by its worldly success, the argument in favor of monotheism is a very strong one, since it possessed the largest armies, the largest navies, and the greatest accumulation of wealth. In our own day this argument is growing less decisive. It is true that the un-Christian menace of Japan was defeated. But the Christian is now faced with the menace of atheistic Muscovite hordes, and it is not so certain as one could wish that atomic bombs will provide a conclusive argument on the side of theism.

But let us abandon this political and geographical way of considering religions, which has been increasingly rejected by thinking people ever since the time of the ancient Greeks. Ever since that time there have been men who were not content to accept passively the religious opinions of their neighbors, but endeavoured to consider what reason and philosophy might have to say about the matter. In the commercial cities of Ionia, where philosophy was invented, there were free-thinkers in the sixth century B.C. Compared to modern free-thinkers they had an easy task, because the Olympian gods, however charming to poetic fancy, were hardly such as could be defended by the metaphysical use of the unaided reason. They were met popularly by Orphism (to which Christianity owes much) and, philosophically, by Plato, from whom the Greeks derived a philosophical monotheism very different from the political and nationalistic monotheism of the Jews. When the Greek world became converted to Christianity it combined the new creed with Platonic metaphysics and so gave birth to theology. Catholic theologians, from the time of Saint Augustine to the present day, have believed that the existence of one God could be proved by the unaided reason. Their arguments were put into final form by Saint Thomas Aquinas in the thirteenth century. When modern philosophy began in the seventeenth century, Descartes and Leibniz took over the old arguments somewhat polished up, and, owing largely to their efforts, piety remained intellectually respectable. But Locke, although himself a completely convinced Christian, undermined the theoretical basis of the old arguments, and many of his followers, especially in France, became Atheists. I will not attempt to set forth in all their subtlety the philosophical arguments for the existence of God. There is, I think, only one of them which still has weight with philosophers, that is the argument of the First Cause. This argument maintains that, since everything that happens has a cause, there must be a First Cause from which the whole series starts. The argument suffers, however, from the same defect as that of the elephant and the tortoise. It is said (I do not know with what truth) that a certain Hindu thinker believed the earth to rest upon an elephant. When asked what the elephant rested upon, he replied that it rested upon a tortoise. When asked what the tortoise rested upon, he said, "I am tired of this. Suppose we change the subject." This illustrates the unsatisfactory character of the First-Cause argument. Nevertheless, you will find it in some ultra-modern treatises on physics, which contend that physical processes, traced backward in time, show that there must have been a sudden beginning and infer that this was due to divine Creation. They carefully abstain from attempts to show that this hypothesis makes matters more intelligible.

The scholastic arguments for the existence of a Supreme Being are now rejected by most Protestant theologians in favor of new arguments which to my mind are by no means an improvement. The scholastic arguments were genuine efforts of thought and, if their reasoning had been sound, they would have demonstrated the truth of their conclusion. The new arguments, which Modernists prefer, are vague, and the Modernists reject with contempt every effort to make them precise. There is an appeal to the heart as opposed to the intellect. It is not maintained that those who reject the new arguments are illogical, but that they are destitute of deep feeling or of moral sense. Let us nevertheless examine the modern arguments and see whether there is anything that they really prove.

One of the favourite arguments is from evolution. The world was once lifeless, and when life began it was a poor sort of life consisting of green slime and other uninteresting things. Gradually by the course of evolution, it developed into animals and plants and at last into MAN. Man, so the theologians assure us, is so splendid a Being that he may well be regarded as the culmination to which the long ages of nebula and slime were a prelude. I think the theologians must have been fortunate in their human contacts. They do not seem to me to have given due weight to Hitler or the Beast of Belsen. If Omnipotence, with all time at its disposal, thought it worth while to lead up to these men through the many millions of years of evolution, I can only say that the moral and aesthetic taste involved is peculiar. However, the theologians no doubt hope that the future course of evolution will produce more men like themselves and fewer men like Hitler. Let us hope so. But, in cherishing this hope, we are abandoning the ground of experience and taking refuge in an optimism which history so far does not support.

There are other objections to this evolutionary optimism. There is every reason to believe that life on our planet will not continue forever so that any optimism based upon the course of terrestrial history must be temporary and limited in its purview. There may, of course, be life elsewhere but, if there is, we know nothing about it and have no reason to suppose that it bears more resemblance to the virtuous theologians than to Hitler. The earth is a very tiny corner of the universe. It is a little fragment of the solar system. The solar system is a little fragment of the Milky Way. And the Milky Way is a little fragment of the many millions of galaxies revealed by modern telescopes. In this little insignificant corner of the cosmos there is a brief interlude between two long lifeless epochs. In this brief interlude, there is a much briefer one containing man. If really man is the purpose of the universe the preface seems a little long. One is reminded of some prosy old gentleman who tells an interminable anecdote all quite uninteresting until the rather small point in which it ends. I do not think theologians show a suitable piety in making such a comparison possible.

It has been one of the defects of theologians at all times to over-esti-mate the importance of our planet. No doubt this was natural enough in the days before Copernicus when it was thought that the heavens revolve about the earth. But since Copernicus and still more since the modern exploration of distant regions, this pre-occupation with the earth has become rather parochial. If the universe had a Creator, it is hardly reasonable to suppose that He was specially interested in our little corner. And, if He was not, His values must have been different from ours, since in the immense majority of regions life is impossible.

There is a moralistic argument for belief in God, which was popularized by William James. According to this argument, we ought to believe in God because, if we do not, we shall not behave well. The first and greatest objection to this argument is that, at its best, it cannot prove that there is a God but only that politicians and educators ought to try to make people think there is one. Whether this ought to be done or not is not a theological question but a political one. The arguments are of the same sort as those which urge that children should be taught respect for the flag. A man with any genuine religious feeling will not be content with the view that the belief in God is useful, because he will wish to know whether, in fact, there is a God. It is absurd to contend that the two questions are the same. In the nursery, belief in Father Christmas is useful, but grown-up people do not think that this proves Father Christmas to be real.

Since we are not concerned with politics we might consider this sufficient refutation of the moralistic argument, but it is perhaps worthwhile to pursue this a little further. It is, in the first place, very doubtful whether belief in God has all the beneficial moral effects that are attributed to it. Many of the best men known to history have been unbelievers. John Stuart Mill may serve as an instance. And many of the worst men known to history have been believers. Of this there are innumerable instances. Perhaps Henry VIII may serve as typical.

However that may be, it is always disastrous when governments set to work to uphold opinions for their utility rather than for their truth. As soon as this is done it becomes necessary to have a censorship to suppress adverse arguments, and it is thought wise to discourage thinking among the young for fear of encouraging "dangerous thoughts." When such mal-practices are employed against religion as they are in Soviet Russia, the theologians can see that they are bad, but they are still bad when employed in defence of what the theologians think good. Freedom of thought and the habit of giving weight to evidence are matters of far greater moral import than the belief in this or that theological dogma. On all these grounds it cannot be maintained that theological beliefs should be upheld for their usefulness without regard to their truth.

There is a simpler and more naive form of the same argument, which appeals to many individuals. People will tell us that without the consolations of religion they would be intolerably unhappy. So far as this is true, it is a coward's argument. Nobody but a coward would consciously choose to live in a fool's paradise. When a man suspects his wife of infidelity, he is not thought the better of for shutting his eyes to the evidence. And I cannot see why ignoring evidence should be contemptible in one case and admirable in the other. Apart from this argument the importance of religion in contributing to individual happiness is very much exaggerated. Whether you are happy or unhappy depends upon a number of factors. Most people need good health and enough to eat. They need the good opinion of their social milieu and the affection of their intimates. They need not only physical health but mental health. Given all these things, most people will be happy whatever their theology. Without them, most people will be unhappy, whatever their theology. In thinking over the people I have known, I do not find that on the average those who had religious beliefs were happier than those who had not.

When I come to my own beliefs, I find myself quite unable to discern any purpose in the universe, and still more unable to wish to discern one. Those who imagine that the course of cosmic evolution is slowly leading up to some consummation pleasing to the Creator, are logically committed (though they usually fail to realize this) to the view that the Creator is not omnipotent or, if He were omnipotent, He could decree the end without troubling about means. I do not myself perceive any consummation toward which the universe is tending. According to the physicists, energy will be gradually more evenly distributed and as it becomes more evenly distributed it will become more useless. Gradually everything that we find interesting or pleasant, such as life and light, will disappear -- so, at least, they assure us. The cosmos is like a theatre in which just once a play is performed, but, after the curtain falls, the theatre is left cold and empty until it sinks in ruins. I do not mean to assert with any positiveness that this is the case. That would be to assume more knowledge than we possess. I say only that it is what is probable on present evidence. I will not assert dogmatically that there is no cosmic purpose, but I will say that there is no shred of evidence in favor of there being one.

I will say further that, if there be a purpose and if this purpose is that of an Omnipotent Creator, then that Creator, so far from being loving and kind, as we are told, must be of a degree of wickedness scarcely conceivable. A man who commits a murder is considered to be a bad man. An Omnipotent Deity, if there be one, murders everybody. A man who willingly afflicted another with cancer would be considered a fiend. But the Creator, if He exists, afflicts many thousands every year with this dreadful disease. A man who, having the knowledge and power required to make his children good, chose instead to make them bad, would be viewed with execration. But God, if He exists, makes this choice in the case of very many of His children. The whole conception of an omnipotent God whom it is impious to criticize, could only have arisen under oriental despotisms where sovereigns, in spite of capricious cruelties, continued to enjoy the adulation of their slaves. It is the psychology appropriate to this outmoded political system which belatedly survives in orthodox theology.

There is, it is true, a Modernist form of theism, according to which God is not omnipotent, but is doing His best, in spite of great difficulties. This view, although it is new among Christians, is not new in the history of thought. It is, in fact, to be found in Plato. I do not think this view can be proved to be false. I think all that can be said is that there is no positive reason in its favour.

Many orthodox people speak as though it were the business of sceptics to disprove received dogmas rather than of dogmatists to prove them. This is, of course, a mistake. If I were to suggest that between the Earth and Mars there is a china teapot revolving about the sun in an elliptical orbit, nobody would be able to disprove my assertion provided I were careful to add that the teapot is too small to be revealed even by our most powerful telescopes. But if I were to go on to say that, since my assertion cannot be disproved, it is intolerable presumption on the part of human reason to doubt it, I should rightly be thought to be talking nonsense. If, however, the existence of such a teapot were affirmed in ancient books, taught as the sacred truth every Sunday, and instilled into the minds of children at school, hesitation to believe in its existence would become a mark of eccentricity and entitle the doubter to the attentions of the psychiatrist in an enlightened age or of the Inquisitor in an earlier time. It is customary to suppose that, if a belief is widespread, there must be something reasonable about it. I do not think this view can be held by anyone who has studied history. Practically all the beliefs of savages are absurd. In early civilizations there may be as much as one percent for which there is something to be said. In our own day.... But at this point I must be careful. We all know that there are absurd beliefs in Soviet Russia. If we are Protestants, we know that there are absurd beliefs among Catholics. If we are Catholics, we know that there are absurd beliefs among Protestants. If we are Conservatives, we are amazed by the superstitions to be found in the Labour Party. If we are Socialists, we are aghast at the credulity of Conservatives. I do not know, dear reader, what your beliefs may be, but whatever they may be, you must concede that nine-tenths of the beliefs of nine-tenths of mankind are totally irrational. The beliefs in question are, of course, those which you do not hold. I cannot, therefore, think it presumptuous to doubt something which has long been held to be true, especially when this opinion has only prevailed in certain geographical regions, as is the case with all theological opinions.

My conclusion is that there is no reason to believe any of the dogmas of traditional theology and, further, that there is no reason to wish that they were true. Man, in so far as he is not subject to natural forces, is free to work out his own destiny. The responsibility is his, and so is the opportunity.
Bertrand Russell: Is There a God?

 

Donatien Alphonse François de Sade

Voilà, mon ami, voilà les seuls principes que nous devions suivre et il n’y a besoin ni de religion, ni de dieu pour goûter et admettre ceux-là, il n’est besoin que d’un bon cœur. Mais je sens que je m’affaiblis, prédicant, quitte tes préjugés, sois homme, sois humain, sans crainte et sans espérance ; laisse là tes dieux et tes religions ; tout cela n’est bon qu’à mettre le fer à la main des hommes, et le seul nom de toutes ces horreurs a plus fait verser de sang sur la terre, que toutes les autres guerres et les autres fléaux à la fois. Renonce à l’idée d’un autre monde, il n’y en a point, mais ne renonce pas au plaisir d’être heureux et d’en faire en celui-ci. Voilà la seule façon que la nature t’offre de doubler ton existence ou de l’étendre
— Donatien Alphonse François de Sade: Dialogue entre un prêtre et un moribond. Deutsch: Donatien Alphonse François Marquis de Sade: Kurze Schriften, Briefe und Dokumente. Aus der von Marion Luckow herausgegebenen dreibändigen de-Sade-Ausgabe des Merlin Verlages ausgewählt, zusammengestellt und mit einer Einführung versehen von K. H. Kramberg. Hamburg: Merlin, 1968. p. 38.
 

Dolmancé : Il faut avoir perdu le sens pour y croire ; fruit de la frayeur des uns et de la faiblesse des autres, cet abominable fantôme, Eugénie, est inutile au système de la terre, il y nuirait infailliblement, puisque ses volontés, qui devraient être justes, ne pourraient jamais s’allier avec les injustices essentielles aux lois de la nature, qu’il devrait constamment vouloir le bien, et que la nature ne doit le désirer qu’en compensation du mal qui sert à ses lois, qu’il faudrait qu’il agît toujours, et que la nature, dont cette action perpétuelle est une des lois, ne pourrait que se trouver en concurrence et en opposition perpétuelle avec lui. Mais dira-t-on à cela que dieu et la nature sont la même chose, ne serait-ce pas une absurdité ? La chose créée ne peut être égale à l’être créant ; est-il possible que la montre soit l’horloger ? Eh bien, continuera-t-on, la nature n’est rien, c’est dieu qui est tout, autre bêtise ; il y a nécessairement deux choses dans l’univers, l’agent créateur, et l’individu créé ; or, quel est cet agent créateur, voilà la seule difficulté qu’il faut résoudre, c’est la seule question à laquelle il faille répondre. Si la matière agit, se meut, par des combinaisons qui nous sont inconnues, si le mouvement est inhérent à la matière, si elle seule enfin peut, en raison de son énergie, créer, produire, conserver, maintenir, balancer dans les plaines immenses de l’espace tous les globes dont la vue nous surprend et dont la marche uniforme, invariable, nous remplit de respect et d’admiration, quel sera le besoin de chercher alors un agent étranger à tout cela, puisque cette faculté active se trouve essentiellement dans la nature elle-même, qui n’est autre chose que la matière en action, votre chimère déifique éclaircira-t-elle quelque chose ? Je défie qu’on puisse me le prouver ; à supposer que je me trompe sur les facultés internes de la matière, je n’ai du moins devant moi qu’une difficulté ; que faites-vous en m’offrant votre Dieu ? vous m’en donnez une de plus, et comment voulez-vous que j’admette pour cause de ce que je ne comprends pas quelque chose que je comprends encore moins ? Sera-ce au moyen des dogmes de la religion chrétienne que j’examinerai... que je me représenterai votre effroyable dieu, voyons un peu comme elle me le peint, que vois-je dans le dieu de ce culte infâme, si ce n’est pas un être inconséquent et barbare, créant aujourd’hui un monde, de la construction duquel il se repent demain ; qu’y vois-je, qu’un être faible qui ne peut jamais faire prendre à l’homme le pli qu’il voudrait. Cette créature quoique émanée de lui le domine, elle peut l’offenser et mériter par là des supplices éternels, quel être faible que ce dieu-là ! Comment, il a pu créer tout ce que nous voyons, et il lui est impossible de former un homme à sa guise ! Mais, me répondez-vous à cela, s’il l’eût créé tel, l’homme n’eût pas eu de mérite, quelle platitude ! et quelle nécessité y a-t-il à ce que l’homme mérite de son Dieu ? En le formant tout à fait bon il n’aurait jamais pu faire le mal, et de ce moment seul l’ouvrage était digne d’un Dieu, c’est tenter l’homme que de lui laisser un choix ; or Dieu par sa prescience infinie savait bien ce qu’il en résulterait ; de ce moment c’est donc à plaisir qu’il perd la créature que lui-même a formée, quel horrible dieu que ce dieu-là, quel monstre ! quel scélérat plus digne de notre haine et de notre implacable vengeance ? Cependant, peu content d’une aussi sublime besogne, il noie l’homme pour le convertir, il le brûle, il le maudit, rien de tout cela ne le change, un être plus puissant que ce vilain dieu, le Diable, conservant toujours son empire, pouvant toujours braver son auteur, parvient sans cesse par ses séductions à débaucher le troupeau que s’était réservé l’Éternel, rien ne peut vaincre l’énergie de ce démon sur nous ; qu’imagine alors, selon vous, l’horrible dieu que vous prêchez, il n’a qu’un fils, un fils unique qu’il possède de je ne sais quel commerce, car comme l’homme fout, il a voulu que son dieu foutît également ; il détache du ciel cette respectable portion de lui-même ; on s’imagine peut-être que c’est sur des rayons célestes, au milieu du cortège des anges, à la vue de l’univers entier que celle sublime créature va paraître... Pas un mot ; c’est dans le sein d’une putain juive ; c’est au milieu d’une étable à cochons que s’annonce le dieu qui vient sauver la terre ; voilà la digne extraction qu’on lui prête ; mais son honorable mission nous dédommagera-t-elle ? Suivons un instant le personnage, que dit-il ? que fait-il ? quelle sublime mission recevons-nous de lui ? quel mystère va-t-il révéler ? quel dogme va-t-il nous prescrire ? dans quels actes enfin sa grandeur va-t-elle éclater ? Je vois d’abord une enfance ignorée, quelques services, très libertins sans doute, rendus par ce polisson, aux prêtres du temple de Jérusalem ; ensuite une disparition de quinze ans, pendant laquelle le fripon va s’empoisonner de toutes les rêveries de l’école égyptienne qu’il rapporte enfin en Judée ; à peine y reparaît-il que sa démence débute par lui faire dire qu’il est le fils de dieu, égal à son père, il associe à cette alliance un autre fantôme qu’il appelle l’esprit saint, et ces trois personnes assure-t-il, ne doivent en faire qu’une ; plus ce ridicule mystère étonne la raison, plus le faquin assure qu’il y a du mérite à l’adopter... de dangers à l’anéantir. C’est pour nous sauver tous, assure l’imbécile, qu’il a pris chair, quoique dieu, dans le sein d’un enfant des hommes ; et les miracles éclatants qu’on va lui voir opérer en convaincront bientôt l’univers ; dans un souper d’ivrognes, en effet, le fourbe change, à ce qu’on dit, l’eau en vin ; dans un désert il nourrit quelques scélérats avec des provisions cachées que ses sectateurs préparèrent. Un de ses camarades fait le mort, notre imposteur le ressuscite. Il se transporte sur une montagne, et là, seulement devant deux ou trois de ses amis, il fait un tour de passe-passe dont rougirait le plus mauvais bateleur de nos jours. Maudissant d’ailleurs avec enthousiasme tous ceux qui ne croient pas en lui, le coquin promet les cieux à tous les sots qui l’écouteront ; il n’écrit rien vu son ignorance, parle fort peu vu sa bêtise, fait encore moins vu sa faiblesse, et lassant à la fin les magistrats, impatientés de ses discours séditieux, quoique fort rares, le charlatan se fait mettre en croix après avoir assuré les gredins qui le suivent que, chaque fois qu’ils l’invoqueront, il descendra vers eux pour s’en faire manger ; on le supplicie, il se laisse faire ; monsieur son Papa, ce Dieu sublime, dont il ose dire qu’il descend, ne lui donne pas le moindre secours, et voilà le coquin traité comme le dernier des scélérats, dont il était si digne d’être le chef. Ses satellites s’assemblent ; ‹ Nous voilà perdus, disent-ils, et toutes nos espérances évanouies, si nous ne nous sauvons par un coup d’éclat. Enivrons la garde qui entoure Jésus, dérobons son corps, publions qu’il est ressuscité, le moyen est sûr ; si nous parvenons à faire croire cette friponnerie, notre nouvelle religion s’étaie, se propage, elle séduit le monde entier... Travaillons › : le coup s’entreprend, il réussit ; à combien de fripons la hardiesse n’a-t-elle pas tenu lieu de mérite Le corps est enlevé, les sots, les femmes, les enfants crient, tant qu’ils le peuvent, au miracle, et cependant dans cette ville où de si grandes merveilles viennent de s’opérer, dans cette ville, teinte du sang d’un Dieu, personne ne veut croire à ce Dieu ; pas une conversion ne s’y opère, il y a mieux : le fait est si peu digne d’être transmis, qu’aucun historien n’en parle. Les seuls disciples de cet imposteur pensent à tirer parti de la fraude, mais non pas dans le moment, cette considération est encore bien essentielle ; ils laissent écouler plusieurs années avant de faire usage de leur fourberie ; ils érigent enfin sur elle l’édifice chancelant de leur dégoûtante doctrine ; tout changement plait aux hommes. Las du despotisme des empereurs, une révolution devenait nécessaire : on écoute ces fourbes, leur progrès devient très rapide, c’est l’histoire de toutes les erreurs. Bientôt les autels de Vénus et de Mars sont changés en ceux de Jésus et de Marie, on publie la vie de l’imposteur, ce plat roman trouve des dupes, on lui fait dire cent choses auxquelles il n’a jamais pensé ; quelques-uns de ses propos saugrenus deviennent aussitôt la base de sa morale, et comme cette nouveauté se prêchait à des pauvres, la charité en devient la première vertu, des rites bizarres s’instituent sous le nom de sacrements, dont le plus indigne et le plus abominable de tous est celui par lequel un prêtre, couvert de crimes, a néanmoins, par la vertu de quelques paroles magiques, le pouvoir de faire arriver Dieu dans un morceau de pain. N’en doutons pas, dès sa naissance même ce culte indigne eût été détruit sans ressource, si l’on n’eût employé contre lui que les armes du mépris qu’il méritait ; mais on s’avisa de le persécuter, il s’accrut, le moyen était inévitable. Qu’on essaie encore aujourd’hui de le couvrir de ridicule, il tombera : l’adroit Voltaire n’employait jamais d’autres armes, et c’est de tous les écrivains celui qui peut se flatter l’avoir fait le plus de prosélytes. En un mot, Eugénie, telle est l’histoire de Dieu et de la religion ; voyez le cas que ces fables méritent, et déterminez-vous sur leur compte.
— Donatien Alphonse François de Sade: La philosophie dans le boudoir, Troisième dialogue. — Deutsch: Marquis de Sade: Die Philosophie im Boudoir. Hamburg: Merlin, 1965. pp. 47-54.